Car Sharing

Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hat der Forschungsschwerpunkt Stadtverkehr der Westfälischen Hochschule das Projekt „Car-Sharing in kleinen und mittleren Gemeinden“ (FE-Nr. 77.460/2001) bearbeitet.Die Fachbetreuung erfolgte durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Der Abschlussbericht ist bei der BASt in der Reihe V, Band 113 erhältlich.

Car-Sharing, das organisierte Teilen von Autos, erfreut sich vor allem in Großstädten wachsender Beliebtheit. In kleinen und mittleren Gemeinden sind Car-Sharing-Angebote seltener anzutreffen sind als in Großstädten. Die Gründe hierfür liegen vor allem in den schlechteren Rahmenbedingungen für Car-Sharing, z.B. eine häufig dispersere Siedlungsstruktur oder eine vergleichsweise schlechte Versorgung mit ÖPNV, die eine höhere Abhängigkeit vom eigenen Pkw schafft. Weiterhin ist es in Großstädten eher möglich, Kostenvorteile zu erzielen, die aufgrund der Unternehmensgröße entstehen. Auch besteht in Großstädten eher die Möglichkeit zur Erzielung sogenannte Verbundvorteile insbesondere durch Eingehen von Kooperationen mit ÖPNV-Unternehmen.

Trotz der genannten Nachteile ist es in einigen kleinen und mittleren Gemeinden gelungen, wirtschaftliches Car-Sharing zu betreiben. In vielen Fällen trägt ehrenamtliche Tätigkeit und ein hohes persönliches Engagement dazu bei, die beschriebenen Kostennachteile zu kompensieren. Insbesondere für die kleinen Gemeinden sind spezielle Organisationsmodelle entwickelt worden, die auf die besonderen Gegebenheiten zugeschnitten sind. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, auch mit sehr kleinen Nutzerzahlen wirtschaftlich tragbar zu sein.

Im Rahmen des Projektes wurden – neben dem Abschlussbericht – ein Handbuch und eine Beispielkalkulation für Car-Sharing-Initiativen, Car-Sharing-Initiatoren und Gemeindeverwaltungen entwickelt. Diese können Sie unter Angabe Ihres Namens bzw. Ihrer Institution per e-mail anfordern.