ZAIGER: Value-Added-Services im Güterverkehr

Das Projekt „Die Zahlungsbereitschaft für Value-Added-Services im Güterverkehr“ (ZAIGER) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen eines Programms zur anwendungsorientierten Forschung- und Entwicklungsförderung an Fachhochschulen in Kooperation mit Unternehmen (FH³) gefördert und von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) betreut. Kooperationspartner sind ein Unternehmen der verladenden Wirtschaft ein Logistikdienstleister und zwei Verbände.

Value-Added-Services sind Dienstleistungen, die zusätzlich zur reinen Transportdienstleistung angeboten werden; das sind zum Beispiel Transportversicherung, Kommissionierung, Verpackung, Lagerung und Sendungsverfolgung. Vor allem im Bereich des Straßengüterverkehrs bieten Logistikdienstleister Value-Added-Services an, um sich im starken Wettbewerb gegenüber der Konkurrenz zu differenzieren. Verladern auf der anderen Seite bieten Value-Added-Services die Möglichkeit eines Outsourcings von transportnahen logistischen Leistungen.

Sowohl für Logistikdienstleister als auch Verlader stellen Value-Added-Services eine Herausforderung dar. Die Bepreisung von Value-Added-Services ist für die anbietenden Logistikdienstleister wegen des intensiven Wettbewerbs mit Risiken verbunden. Ist der gesetzte Preis zu hoch, besteht die Gefahr, dass Nachfrager zur Konkurrenz abwandern. Ist der Preis dagegen zu niedrig, gehen mögliche Erlöse verloren. Die Nachfrage von Value-Added-Services durch Verlader ist Ergebnis eines Make-or-Buy-Kalküls, bei dem neben den reinen Kosten auch qualitative Merkmale der Dienstleistung berücksichtigt werden. Die Bewertung dieser qualitativen Merkmale ist vergleichsweise schwierig.

Daher wurde auf Basis der Discrete-Choice-Analyse ein Tool entwickelt, welches Logistikdienstleister bei der Bepreisung von Value-Added-Services und Verlader bei der Bewertung qualitativer Merkmale eines Make-or-Buy-Kalküls unterstützt.