Bachelor Informatik

Die Gesellschaft braucht für die voranschreitende Digitalisierung Informatiker, die gute Software entwickeln. Aber was macht eine „gute Software“ aus?
In unserem Informatikstudiengang wird gelehrt, worauf es bei Software ankommt und wie diese konzipiert und umgesetzt wird.

Studienrichtungen

Unser Informatikstudiengang bietet zwei Studienrichtungen – Technische und Praktische Informatik. Nach einer gemeinsamen Grundausbildung in der Informatik beginnt die Vertiefung in einer der beiden Studienschwerpunkte.

Praktische Informatik. Die fortschreitende Digitalisierung erfordert immer schnellere und komplexere Programme und Softwaresysteme, die mit zunehmenden Anforderungen schritthalten müssen. Informationen und ganze Anwendungen müssen heute online und 24/7 verfügbar sein. Die Studienrichtung der Praktischen Informatik befasst sich mit dem Aufbau und der Entwicklung komplexer und zuverlässiger Software-Systeme, mit denen Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen ihre Aufgaben effizient und zukunftssicher lösen können.

Technische Informatik. Alles wird automatisiert und digitalisiert, alles muss smart bzw. intelligent sein. In der heutigen Zeit werden immer mehr Geräte, Maschinen und Anlagen von Mikrocomputern gesteuert, wie beispielsweise Roboter, Autos und Ampelanlagen. Dafür wird eine Software für die Mikrocomputer benötigt, die  synchron zu den Funktionen der Geräte und Maschinen läuft. Die Entwicklung von „eingebetteter Software“ verlangt Kompetenzen aus Technik und Informatik. Diese Kombination wird durch die Studienrichtung der Technischen Informatik geboten.

Aufbau des Studiums

Grundausbildung. Die ersten drei Semester des Bachelorstudiengangs Informatik bieten eine solide und praxisnahe Informatik-Grundausbildung in den Bereichen:

  • Theoretische Informatik
  • Objektorientierte und prozedurale Programmierung
  • Mensch-Computer-Interaktion
  • Technische und mathematische Grundlagen
  • Softwaretechnik
  • Datenbanksysteme
  • Technisches Englisch

Nach dieser Grundausbildung sind unsere Studierenden bereits in der Lage, komplexe Anwendungssysteme für unterschiedlichste Anwendungsbereiche zu entwickeln. Außerdem ist nun die Basis für die anschließende Spezialisierung vorhanden.

Spezialisierung. Im Anschluss an die Grundausbildung folgt eine umfangreiche Spezialisierung in der gewählten Studienrichtung. Dazu werden, zusätzlich zu den Wahlpflichtmodulen, je Studienrichtung drei Pflichtmodule geboten, die den Grundstein der Spezialisierung legen:

Praktische Informatik

 ▪  Internet-Sprachen
 ▪  Internet-Protokolle
 ▪  Internet-Datenbanken
Technische Informatik

 ▪  Echtzeitsysteme
 ▪  Robotik
 ▪  Bildverarbeitung

Die fünf vorgesehenen Wahlpflichtmodule bieten zahlreiche Möglichkeiten, eigene Interessen zu verfolgen und das Studium individuell zu gestalten. Die möglichen Wahlpflichtmodule können in dem Modulhandbuch (im Downloadcenter) nachgelesen werden. Themenfelder der Wahlpflichtmodule sind unter anderen:

Praktische Informatik

 ▪  IT Sicherheit
 ▪  Mobile Computing
 ▪  Software Design
 ▪  Verteilte Systeme
 ▪  Künstliche Intelligenz
Technische Informatik

 ▪  Digitale Signalverarbeitung
 ▪  Mikrosystemtechnik
 ▪  Eingebettete Systeme
 ▪  Parallele Programmierung
 ▪  Mobile Robotik

Zur Abrundung des Studiums können in den Wahlpflichtmodulen auch fachübergreifende Kompetenzen in den Bereichen IT-Recht oder Betriebswirtschaft erworben werden.

Softwareprojekt. Ein ganzjähriges Softwareprojekt im 4. und 5. Semester unterstützt das praxisnahe Informatikstudium. In einem Team werden alle Schritte einer Softwareentwicklung selbstständig geplant und durchgeführt, wobei das Wissen der vorherigen Semester kombiniert und praktisch angewendet wird. Einen Vorgeschmack, wie so ein Projekt aussehen kann, gibt es auf unseren Show&Tell Seiten.

Praxisphase. Eine dreimonatige Praxisphase im 6. Semester bietet die Möglichkeit, das Gelernte in einer betrieblichen Umgebung anzuwenden und erste Kontakte in Unternehmen und mit künftigen Arbeitgebern zu knüpfen.

Bachelorthesis. Zum Abschluss des Studiums wird die Bachelorarbeit geschrieben, wobei diese auch in Kooperation mit einem Unternehmen verfasst werden kann. Die Bachelorarbeit wird am Ende präsentiert und in einem Kolloquium verteidigt.

Bachelorabschluss. Der akademische Grad „Bachelor of Science“ ist erreicht.

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Bachelor – Was nun?

Ist der Abschluss erst in der Tasche, kommt die große Frage – Masterstudium oder beruflich einsteigen?

Masterstudium. Aufbauend auf das Bachelorstudium bieten wir ein entsprechendes Informatik-Masterstudium an. In dem Masterstudium gibt es, wie auch im Bachelor, die Aufteilung in die beiden Studienrichtungen der praktischen und technischen Informatik. Mehr Informationen zum Masterstudium Informatik und zu anderen Informatik-Masterstudiengängen unserer Fachgruppe bieten die folgenden Seiten:

Master Informatik
Master Internet-Sicherheit
Master Medieninformatik
Master Wirtschaftsinformatik

Beruflich einsteigen. Mit dem breit gefächerten Bachelorstudium Informatik entstehen gute Berufsperspektiven und vielfältige Zukunftschancen.  Je nach Spezialisierung und persönlichen Interessen gibt es viele Möglichkeiten, in kleinen und großen IT-Unternehmen in nahezu allen Anwendungsbereichen der Informatik eine interessante Tätigkeit zu finden. Dabei können die möglichen Tätigkeitsbereiche unterschiedlich ausfallen, wie z. B.:

Praktische Informatik

  • Konzeption und Entwicklung von zukunftssicheren Software-Systemen für PC-, Internet- oder mobile Geräte in vielen spannenden Branchen
  • Manuelle und automatisierte Software-Diagnose und -Testing
  • Unternehmensberatung für IT-Infrastruktur oder Anwendungssoftware in verschiedensten interessanten Fachgebieten

Technische Informatik

  • Entwicklung von Software für die neueste Fahrzeuglinie bei einem Steuergeräte-Hersteller
  • Programmierung von Steuerungs- und Regelungsmikrocomputern bei einem Hersteller oder Anwender von Geräten der Automationstechnik
  • Entwicklung von Messsystemen auf Basis digitaler Bildverarbeitung für autonome Roboter oder Drohnen

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