Es geht um weit mehr als um schlichte Finanzberichterstattung
Unternehmen müssen regelmäßig über ihre wirtschaftliche Lage informieren, damit verschiedene Stakeholder ihr Interesse am Unternehmen mit Daten unterfüttern können. Frau Prof. Dr. Oberdörster, die an unserem Fachbereich Rechnungswesen lehrt, referierte kürzlich auf zwei Praktikerkonferenzen, wie sich das unternehmerische Denken ändern könnte, wenn die Anforderungen an die Finanzberichterstattung geändert würden.
Nachhaltige Unternehmensführung, so Oberdörster, ist nicht mehr nur „nice to have“, sondern ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor. Unternehmen können sich der zunehmenden Sensibilisierung der Stakeholderfür ökologische, soziale und ökonomischen Konsequenzen ihrer unternehmerischen Tätigkeit nicht mehr entziehen.
Die Informationsbedürfnisse der an einem Unternehmen beteiligten Gruppen, der sog. Stakeholder, seien es aktuelle wie potenzielle Geldgeber, Mitarbeiter, Kunden oder Lieferanten, sollen künftig mit einem „Integrated Report“ erfüllt werden. In diesem Berichtsformat soll fortan nicht nur darüber informiert werden, wie viel Geld verdient, sondern auch, wie das Geld verdient wurde. Und mehr noch: Integrierte Berichterstattung ist ein Impuls, so Oberdörster weiter, der darauf ausgerichtet ist, den Unternehmen über den Informationszweck hinaus Ziele vorzugeben und Verhalten zu steuern.
Prof. Oberdörster referierte zu diesem Thema u.a. auf dem 10. „Heidelberger Forum Geschäftsberichte“ sowie auf der Campus Conference „NextGenerationCFO.2015“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
- TO / MH -
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