SchülerInnen bauen PEM-Brennstoffzellen für Elektrofahrzeuge im Hochschullabor

In einem Kooperationsprojekt mit der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule aus Gladbeck vermittelte das Westfälische Energieinstitut bereits zum dritten Mal angehenden Nachwuchskräften den Umgang mit der Wasserstofftechnologie und den Einsatz von Brennstoffzellen- und Batteriesystemen in der zukünftigen Fahrzeugtechnik.

Der GK Technik Q1 der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule im Wasserstofflabor.
(v.rechts Christoph Sagewka und Cristian Mutascu, beide Westf. Energieinstitut)

Interessiert lauschten die SchülerInnen den Erklärungen zum Aufbau von PEM-Brennstoffzellen

Technikschüler montieren eine Brennstoffzelle im Hochschullabor
(rechts im Bild Reinhold Fischbach, Geschäftsführer VEE e.V.)

Im dreistündigen Grundkurs Technik der Jahrgangsstufe Q1 der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule wurden zunächst alle lehrplanrelevanten Aspekte der Wasserstoffnutzung im Technikunterricht erarbeitet. Anschließend zeigten die Experten des Energieinstituts theoretische und praktische Inhalte zum innovativen Themenkomplex "PEM-Brennstoffzelle" - bewusst in Form einer experimentellen Hochschulvorlesung.


Danach hatten die Schülerinnen und Schüler selbst die Gelegenheit, das Brennstoffzellenlabor der WH Gelsenkirchen zu erkunden, dort PEM-Brennstoffzellen zusammenzubauen und zu Stacks zu verschalten. Zum Abschluss wurden die selbstgefertigten Stacks auf einem Brennstoffzellenprüfstand experimentell analysiert und hinsichtlich des erreichten Wirkungsgrades beurteilt. Dabei wurden wichtige Erkenntnisse für den Einsatz dieser Technologie auch im Bereich der Elektromobilität gewonnen.


Mit diesem Projekt sollen die SchülerInnen in erster Linie erfahren, dass bereits heute eine Fertigung von einfachen Brennstoffzellen auch für Laien möglich ist. Zusätzlich erfüllt die  Wasserstofftechnologie die Forderung, regenerativ erzeugte Energie auch für längere Zeiten speicherbar zu machen und ist somit eine Option für die zwingend notwendige Energiespeicherung bei der aktuellen Diskussion über die "Energiewende" in Deutschland.


Bei der praktischen Umsetzung der o.g. Teilprojekte im Hochschullabor werden besonders berufskundliche Aspekte angesprochen, die den SchülerInnen bei der Berufs- und Studienwahl helfen werden. Es soll besonders das Interesse an den sogenannten MINT-Fächern geweckt werden und die SuS sollen motiviert werden, entsprechende Studiengänge zu beginnen bzw. Ausbildungsberufe zu ergreifen.


Sämtliche Projektkosten wurden vom "Verein zur Förderung erneuerbarer Energien und energieeinsparender Techniken e.V.", der "Bundesagentur für Arbeit, Recklinghausen" und dem "Gladbecker zdi-Zentrum I+I=Z" übernommen.

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Michael Brodmann