Pipelines sind die wirtschaftlichsten und sichersten Transportsysteme für Mineralöle, Gase und andere Produkte. Als ein über weite Strecken reichendes Transportmittel müssen sie hohe Anforderungen an Sicherheit, Verfügbarkeit und Effizienz erfüllen. Lecküberwachungssysteme (LÜS, engl. Leak Detection Systems, LDS) sind daher wichtige Bausteine einer modernen Pipeline-Sicherheitstechnik, die in einigen Ländern behördliche Auflagen erfüllen müssen. Dazu zählt in Deutschland z.B. die „Technische Regeln für Fernleitungsanlagen“ (TRFL). In den USA ist in diesem Zusammenhang die API RP 1130 wichtig.

Überirdisch verlegte Pipeline in Nordamerika

Modellgestützte Lecküberwachung für Pipelines

Leckage an einer Pipeline

In enger Zusammenarbeit mit der Industrie werden in diesem  Forschungsbereich Verfahren und Geräte zur modellbasierten Leckerkennung und Leckortung entwickelt. Durch die Kombination von  modellgestützten Verfahren (engl. RTTM für Real-Time Transient Model) und statistischen Verfahren zur Mustererkennung werden hervorragende Leistungsparameter erreicht. Diese Verfahren stellen eine Erweiterung der bekannten RTTM-Verfahren dar und werden daher als Extended RTTM- Verfahren (E-RTTM-Verfahren) bezeichnet.
Diese Arbeiten werden in enger Zusammenarbeit mit der Fa. KROHNE Messtechnik in Duisburg durchgeführt. Zur Durchführung experimenteller Untersuchungen steht eine Pipeline-Pilotanlage mit einer Leitungslänge von 200 m zur Verfügung. Leckversuche untersuchen und vergleichen die Leistungsfähigkeit verschiedener Verfahren.

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Michael Brodmann