Kick-off-Meeting für das KERAMHyK-Projekt

Dienstag, 27. Januar 2026
Ein gemeinsamer Schritt hin zu fortschrittlicher PEM-Wasserelektrolyse

Am 19. Januar 2026 trafen sich die Konsortialpartner des KERAMHyK-Projekts zu einem erfolgreichen Kick-off-Meeting, um diese innovative Forschungsinitiative offiziell zu starten, die sich auf die Weiterentwicklung der Protonenaustauschmembran-(PEM)-Wasserelektrolysetechnologie konzentriert. Vertreter von ProPuls, C2CAT, der Westfälischen Hochschule (WH) und der RWTH Aachen waren anwesend und engagierten sich aktiv bei der Darstellung ihrer jeweiligen Rollen und Beiträge.

Das KERAMHyK-Projekt vereint komplementäres Fachwissen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der materialbasierten Katalysatorentwicklung und Tintenformulierung über Verfahrenstechnik, Systemintegration bis hin zur Validierung. 

Die Firma ProPuls übernimmt die Gesamtprojektkoordination, Systemintegration, den Reaktorenbau sowie anwendungsorientierte In-situ-Tests. 

C2CAT ist verantwortlich für die Katalysatorsynthese und Tintenformulierung sowie die Entwicklung von Qualitätssicherungsprotokollen und bringt tiefgehendes Wissen in der Materialentwicklung ein. 

Die WH konzentriert sich auf skalierbare Beschichtungsverfahren, umfangreiche Charakterisierungsarbeiten und die praktische Herstellung von Membranelektrodenassemblies (MEA). 

Die RWTH Aachen koordiniert modellbasierte Simulationen zur Materialoptimierung und unterstützt bereichsübergreifende Aufgaben wie Anforderungsdefinition und Syntheseoptimierung.

Während des Meetings präsentierten die Partner detaillierte Pläne für ihre Beteiligung innerhalb der definierten Arbeitspakete. Dabei wurde besonderer Wert auf enge Zusammenarbeit gelegt, unterstützt durch eine gemeinsame IT-Infrastruktur für nahtloses Datenmanagement und Kommunikation während der gesamten Projektdauer. Das Konsortium verfolgt das Ziel, neuartige iridiumreduzierte Anodenkatalysatoren auf Basis optimierter Zinnoxid-Träger (ATO/xTO/yTO) zu entwickeln, Beschichtungstechniken für PFAS-freie Membranen zu verbessern, die MEA-Produktion auf Größen bis zu 500 cm² hochzuskalieren, Prototyp-Stapel für den Hochdruckbetrieb bis 100 bar Wasserstoffdruck zusammenzubauen sowie umfassende Qualitätssicherungsprotokolle einschließlich Ex-situ-Analysen und Langzeit-Dauertests einzuführen.

Mit dieser starken interdisziplinären Kooperation ist das KERAMHyK-Projekt nun bereit, bedeutende Beiträge zu effizienteren, langlebigeren und nachhaltigeren PEM-Elektrolyseuren zu leisten und somit den Weg für eine kosteneffektive Produktion von grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab zu ebnen.

Das Projekt wird im Rahmen von „Energie.IN.NRW“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE.NRW) (Vertrag EFRE-20801501) sowie durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen gefördert.

Teilnehmer des Kickoff-Meetings KeramHyk

Von li. n. re.: M.Sc. Jala Bib Khan (WH), Dr. Kazem Zhour (RWTH Aaachen), Dr. Norbert Kazamer und M.Eng. Robin Koerdt (ProPuls GmbH), Prof. Dr. Abhishek Khetan (RWTH Aachen), Prof. Dr. Ulrich Rost (ProPuls GmbH), Dr. Gabriela Marginean (WH), Dr. Farnaz Sotoodeh (C2CAT), Dr. Florian Wirkert und Prof. Dr. Clemens Pollerberg (WH), Dr. Martin Schiek (Projektträger Jülich)

Kategorien

  • Westfälisches Energieinstitut Top News
Redaktionell verantwortliche Person nach § 18 Abs. 2 MStV:
Michael Brodmann