Weiterbildungsangebot "Sicherheit in der kerntechnischen Entsorgung" (Master)

Für den sicheren Rückbau der kerntechnischen Anlagen in Deutschland und den langfristig sicheren Umgang mit den dabei anfallenden radioaktiven Reststoffen bis hin zu deren Endlagerung ist es erforderlich, die dafür benötigten Kompetenzen zu erhalten und auszubauen. Die bereits existierenden Studiengänge greifen einzelne thematische Schwerpunkte (z. B. Strahlenschutz) auf, vermitteln jedoch keinen zusammenhängenden Überblick über die einzelnen Prozessschritte der kerntechnischen Entsorgung sowie deren kausale Wirkzusammenhänge. Die Westfälische Hochschule hat sich daher entschieden, diese Lücke zu schließen und das Weiterbildungsangebot „Sicherheit in der kerntechnischen Entsorgung“ in enger Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie und Behörden konzipiert. Dieses vermittelt die erforderlichen Kompetenzen von der Stilllegung und dem Rückbau kerntechnischer Anlagen, über die Freigabe von Reststoffen, die Behälterentwicklung, die Abfallbehandlung und -konditionierung sowie den Transport bis hin zur Abgabe der endlagerfähigen Gebinde an ein Endlager. Ergänzt werden diese technischen Inhalte um verfahrensrelevante Kompetenzen zu den Themen Atomrechtliches Genehmigungs- und Aufsichtsverfahren, Produktkontrolle und Dokumentation sowie zum Umgang mit Veränderungsprozessen und zur Moderation von Konflikten im Hinblick auf die Interaktion mit der interessierten Öffentlichkeit.

Das Weiterbildungsangebot soll zum Sommersemester 2025 starten und richtet sich gleichermaßen an Mitarbeitende aus der Industrie wie von Sachverständigenorganisationen und Behörden. In Ergänzung zum Weiterbildungsmaster sollen vier Certificates of Advanced Studies (CAS) angeboten werden, die sich aus jeweils zwei Modulen fachspezifisch zusammensetzen.

Weiterbildungsmaster "Sicherheit in der kerntechnischen Entsorgung" (M. Eng.)

Um eine sichere Entsorgung der radioaktiven Reststoffe, die bei der Stilllegung und dem Rückbau der kerntechnischen Anlagen sowie in der Medizin und Industrie anfallen, zu gewährleisten, ist dieser Weiterbildungsmaster konzipiert worden. Um alle in der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der friedlichen Nutzung der Kernenergie angefallenen Abfälle sicher und verantwortungsbewusst zurückzubauen, zu sammeln, zu verpacken sowie zwischen- und endzulagern, ist ein Zeitraum bis deutlich ins nächste Jahrhundert abzusehen. Der ingenieurwissenschaftliche Masterstudiengang „Sicherheit in der kerntechnischen Entsorgung" (M. Eng.) ist die Basis, um den Kompetenzerwerb und -erhalt zu sichern für die zunehmend wichtige Aufgabe der verantwortungsbewussten und sicheren kerntechnischen Entsorgung. Der Studiengang kann berufsbegleitend absolviert werden (5 Semester / 120 Credits).

Fachkundenachweis Strahlenschutz

Der Abschluss zum M. Eng. Sicherheit in der kerntechnischen Entsorgung beinhaltet die theoretischen Grundlagen zum Erwerb des Fachkundenachweises Strahlenschutz. Eine entsprechende Bescheinigung wird mit der Verleihung der Urkunde ausgestellt.

Möglichkeiten zur Promotion

Mit einem erfolgreich absolvierten Master-Studium besteht die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit einer Universität oder dem Promotionskolleg NRW (PK NRW) eine Promotion (Erwerb des Doktortitels) anzuschließen.

Redaktionell verantwortliche Person nach § 18 Abs. 2 MStV:
Prof. Dr. Daniela Gutberlet, 06.07.2023