Let's Gipe

Im Jahr 2019 hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) erstmals im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ein Förderprogramm speziell für Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen ausgeschrieben.

Das Förderprogramm trägt den Namen HAW.International. Im Rahmen des Moduls B stellte die Westfälische Hochschule erfolgreich einen Förderantrag und erhielt die Förderung.

Das GIPE Projekt

Unser Projekt GIPE – Global Intercultural Project Experience ist ein internationales Lehr- und Praxisprojekt.

Es wird gemeinsam von vier Hochschulen aus vier Ländern auf vier Kontinenten durchgeführt:

  • Westfälische Hochschule, Campus Bocholt, Deutschland
  • Universitas Katolik Indonesia Atma Jaya, Jakarta, Indonesien
  • Namibia University of Science and Technology, Windhoek, Namibia
  • Universidad Católica San Pablo, Arequipa, Peru

Jedes Sommersemester arbeiten Studierende aller vier Hochschulen gemeinsam an einem neuen internationalen Projekt. Jedes Projekt besitzt einen eigenen thematischen Schwerpunkt sowie einen Praxispartner.

Die bisherigen Projekte umfassten unter anderem:
 

  • Projekt 2020

Praxispartner: National Commission for Research, Science and Technology
Land: Namibia – NUST

Projektziel: Entwicklung eines datenbankgestützten Webportals zur Erfassung, Verwaltung und Pflege wissenschaftlicher Arbeiten. Zusätzlich sollte die Plattform die Beantragung sogenannter Research Permits ermöglichen, die für wissenschaftliche Forschung in Namibia erforderlich sind.

 

  • Projekt 2021

Praxispartner: PUSPANITA Eco-Spirit Center
Land: Indonesien – AJCUI

Projektziel: Entwicklung einer digitalen Plattform für das PUSPANITA Eco-Spirit Center in Bogor. Das Zentrum wird von den Schwestern der Kongregation des Heiligen Karl Borromäus betrieben und engagiert sich im Bereich Umweltbildung, Nachhaltigkeit und naturbezogener Bildungsangebote.

 

  • Projekt 2022

Praxispartner: Colegio San Juan Apóstol
Land: Peru – UCSP

Projektziel: Entwicklung einer digitalen Plattform zur Verbesserung der Kommunikation und Organisation zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften sowie Eltern. Hintergrund war unter anderem die COVID-19-Pandemie, die den Bedarf an digitalen Lern- und Kommunikationsmöglichkeiten deutlich gemacht hat.

 

  • Projekt 2023

Praxispartner: United Nations Development Programme (UNDP) Accelerator Labs
Land: Globales Projekt (vertretend: Namibia – NUST)

Projektziel: Im Mittelpunkt standen die Themen Soziale Innovation und Digitalisierung. Ziel war die Entwicklung von Konzepten und digitalen Lösungen, die den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den UNDP Accelerator Labs und ihren jeweiligen Zielgruppen nachhaltig fördern.

 

  • 2024 – Ein Jahr der Neuorientierung

Dieses Jahr wurde genutzt, um das Projektkonzept grundlegend weiterzuentwickeln und einen neuen Förderantrag beim DAAD einzureichen.

Mit Erfolg: Unter dem neuen Namen GIPE++ – Global Sustainable Interdisciplinary & Intercultural Project Experience erhielt das Projekt eine Förderung für den Zeitraum 2025 bis 2027

 

  • Projekt 2025

Praxispartner: Pulau Untung Jawa
Land: Indonesien – AJCUI

Projektziel: Entwicklung einer digitalen Plattform zur Förderung des nachhaltigen Tourismus auf Pulau Untung Jawa. Gleichzeitig sollte die Plattform den Umweltschutz unterstützen und zur sozioökonomischen Entwicklung der lokalen Gemeinschaft beitragen.

 

  • Projekt 2026

Praxispartner: Lokale Gemeinschaft und Landwirtschaft in Quilca
Land: Peru – UCSP

Projektziel: Das GIPE++-Projekt 2026 beschäftigt sich mit der Problematik der Bodenversalzung in Quilca, Peru. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung sowie Landwirten werden die ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen untersucht. Ziel ist die Entwicklung praxisnaher und nachhaltiger Lösungsansätze zur Unterstützung einer langfristig nachhaltigen Landwirtschaft.

 

  • Projekt 2027

Das Thema und der Auftraggeber für das Projekt 2027 werden voraussichtlich im September/Oktober 2026 festgelegt.

 

Die Studierenden arbeiten jedes Jahr ab Februar/März über digitale Kollaborationsplattformen gemeinsam über Kontinente, Zeitzonen und kulturelle Grenzen hinweg.

Ein besonderer Bestandteil des Projekts ist die zweiwöchige Spring School in Gelsenkirchen. Dort treffen sich alle Teilnehmenden persönlich, arbeiten intensiv in internationalen Teams zusammen, vertiefen ihre fachlichen Kenntnisse und erleben den interkulturellen Austausch. Die Projektübergabe findet mit den deutschen Studierenden in dem Land des Praxispartners statt.

Die internationalen Reisen der Studierenden werden im Rahmen des Förderprogramms HAW.International unterstützt.

 

Redaktionell verantwortliche Person nach § 18 Abs. 2 MStV:
Nora Bochnig