GE-prof

Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal

 

 

Einleitung und Ausgangslage

Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) vereint deutschlandweit die Herausforderung, dem Fachkräftemangel im professoralen Bereich entgegenzuwirken und neue Talente zu gewinnen.

Aktuell und insbesondere in den kommenden Jahren wird es aufgrund der Altersstruktur einen hohen Abgang von Professorinnen und Professoren geben. Gleichzeitig wird ein Mangel im Nachwuchsbereich greifbar. Davon sind vor allem die MINT-Disziplinen betroffen. Die für eine HAW-Professur notwendige Doppelqualifikation einer Promotion und einer mindestens dreijährigen Berufserfahrung in der Wirtschaft stellt für Viele erhebliche Barrieren dar. Bei der Erschließung professoralen Personals setzt das Projekt GE-prof der Westfälischen Hochschule an. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms FH-Personal umgesetzt und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

 

Ziel

Das Projekt GE-prof zielt darauf ab, den akademischen Nachwuchs für die Standorte Gelsenkirchen, Bocholt und Recklinghausen zu fördern und in Zukunft zu stärken. In diesem Rahmen werden neue Wege zur Gewinnung und Entwicklung professoralen Personals eingeschlagen und erprobt. Die im Vorhaben bewährten Instrumente werden dauerhaft in den Strukturen und Prozessen der Westfälischen Hochschule verankert.

 

 

Maßnahmen

Für ein Erreichen der Projektziele ist ein Maßnahmenportfolio notwendig, das im Kern vier konkrete Arbeitsziele adressiert: Erschließung und Entwicklung von Potenzialen für professorales Personal, Weiterentwicklung des Berufungsmanagements, Entwicklungssupport für Profilschwerpunkte und der Aufbau verstetigter Strukturen und Prozesse. Im Rahmen der Maßnahmen steht der Support für Neuberufene und die Förderung von Frauen und Erstakademiker*innen in ingenieurwissenschaftlichen und informationstechnischen Professuren im Fokus. Der Potenzialaufbau und die Potenzialerschließung finden im Netzwerk mit der regionalen Wirtschaft und Wissenschaft unter anderem auch in einem Tandem-Modell zur berufspraktischen Qualifizierung von Nachwuchsprofessorinnen und -professoren statt.

Alle Maßnahmen werden im Hinblick auf ihre Wirksamkeit evaluiert, um bei Bedarf notwendige Anpassungen vorzunehmen. Dadurch wird eine nachhaltige Überführung erfolgreich erprobter Maßnahmen in die dauerhaften Strukturen und Prozesse der Hochschule sichergestellt.

 

 

Kooperationsunternehmen

ProPuls GmbH
Die ProPuls GmbH bietet Engineering für die Bereiche Regelungstechnik, Steuerungstechnik, Wasserstofftechnik und Prüfstandsbau an und ist langjähriger Partner der Westfälischen Hochschule. Seit inzwischen 20 Jahren forscht die WH mit großem Erfolg an Wasserstoffsystemen und hat insbesondere bei der Hochdruckelektrolyse ein Alleinstellungsmerkmal entwickelt. In gemeinsamer Zusammenarbeit möchte die Westfälische Hochschule die gewonnene Expertise im Tandem nutzen, eine promovierte Person auf eine HAW-Professur vorbereiten und die Verbreiterung professoraler Potenziale für Lehre und Forschung im Bereich Wasserstoffwirtschaft entwickeln.


Obitronik GmbH
Die Obitronik GmbH arbeitet seit Jahren an flexiblen und skalierbaren sowie kostenoptimierten Konzepten für leistungselektronische Komponenten und Systeme. Zusammen mit Obitronik will die Westfälische Hochschule promovierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit geben, das Wissen aus der angewandten Forschung sowohl in der praktischen Anwendung im Unternehmen weiter zu validieren als auch über die Lehre weiterzugeben und so gleichzeitig die Befähigung für die Berufung auf eine Professur zu schaffen.

 

 

 

 

Zum Förderprogramm FH-Personal

 

 

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