Informationen zum Auslandsaufenthalt im Zusammenhang mit COVID-19

 

Um Ihnen Orientierung bei den Fragen zu Auslandsaufenthalten im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie zu bieten, haben wir für Sie einige häufig gestellte Fragen zusammengestellt. Bitte zögern Sie auch nicht, uns zu kontaktieren

 

 

FAQ

1) Ich befinde mich im Ausland und möchte meinen Aufenthalt abbrechen - was passiert mit meinem Erasmus+-Stipendium? 

Grundsätzlich ist es möglich, aufgrund der gegenwärtigen Situation einen Erasmus+-Aufenthalt abzubrechen. Notwendige Kosten im Zusammenhang mit Ihrem Auslandsaufenthalt können, sofern sie nicht von anderer Stelle erstattet werden können (z.B. durch die Fluggesellschaft o.ä.), bis zur Höhe Ihrer Erasmusförderung, die im Grant Agreement vereinbart wurde erstattet werden. Bitte bewahren Sie dazu Ihre Belege auf. Bitte informieren Sie das Internatonal Office umgehend über den Abbruch.

Bitte zögern Sie nicht, sich zur Beratung an das International Office der Westfälischen Hochschule zu wenden.


2) Ich kehre aus dem Ausland zurück, möchte aber meinen Aufenthalt an meiner Gastinstitution fortsetzen, sobald es wieder möglich ist - geht das?

Ja, Sie können entweder

a) Ihren Aufenthalt unterbrechen. Die Erasmusvereinbarung des Grant Agreements bleibt bestehen, für die Unterbrechungstage erhalten Sie allerdings keine Förderung.

oder

b) die Mobilität abbrechen und später eine neue beginnen. Die notwendigen Kosten im Rahmen der Mobilität können gemäß Punkt 1 nach Beleg erstattet werden. Für die zweite Reise wird eine neue Förderung berechnet. 

3) Ich befinde mich vor Ort in angeordneter Quarantäne oder ich kann nicht mehr ausreisen. Welche Möglichkeiten der Unterstützung bietet Erasmus+?

Sofern die Aufenthaltsdauer durch die aufnehmende Einrichtung bestätigt werden kann, ist auch hier eine Förderung möglich. Die Art der Förderung ist abhängig vom weiteren Verlauf des Aufenthalts (Abbruch oder Unterbrechung) - bitte kontaktieren Sie das International Office direkt, damit je nach Einzelfall die bestmögliche Lösung gefunden werden kann.


4) Ich habe bereits meine Reise / meine Aufenthalt für meinen in Kürze geplanten Auslandsaufenthalt gebucht, möchte nun aber wegen der Corona-Pandemie stornieren - wer kommt für die Kosten auf? 

Sofern die Reise nicht kostenneutral abgesagt werden kann, ermöglicht die Europäische Kommission im Erasmus+-Programm unter bestimmten Umständen die Erstattung tatsächlich angefallener Kosten. Bitte bewahren Sie alle Belege und Informationen auf und wenden Sie sich damit ans International Office.

(Grundsätzlich können tatsächlich angefallene notwendigen Storno-/Umbuchungs- bzw. Flugkosten, die an keiner anderen Stelle geltend gemacht werden können, nur gegen
Nachweis erstattet werden.)

5) Ich musste meinen Aufenthalt im Gastland wegen Corona vorzeitig beenden und bin in mein Heimatland zurückgekehrt - was passiert nun?

Die Regeln von Force Majeure können Anwendung finden.
In folgenden Fällen kann Ihnen die gesamte im Grant Agreement vereinbarte Erasmus-Förderung gewährt werden:

a) Wenn Sie noch Ausgaben haben, die direkt und ausschließlich mit dem Erasmus-Aufenthalt im Gastland verbunden sind (z. B. Miete, Strom, Zeitkarten ÖPNV)

und/oder

b) wenn Sie an virtuellen Aktivitäten teilnehmen (sofern die Gasteinrichtung im Zielland diese als Alternative zur Verfügung gestellt hat und die Kurse zur Erreichung der Lernziele - wie im Learning Agreement festgelegt - beitragen.

Bitte beachten Sie dazu auch das Formular Erklärung Force Majeure (deutsch) bzw. Declaration Force Majeure (englisch), die Sie jeweils - sowohl für Studium, als auch Praktikum - auf der Seite Benötigte Formulare finden. Mit diesen Formularen bestätigen Sie, dass die o. g. Bedingungen erfüllt sind.

Sofern Sie diese Bedingungen nicht erfüllen, sondern die Mobilität definitiv abgebrochen haben, wird die Fördersumme taggenau neu berechnet, d. h., Sie zahlen den Teil des Zuschusses zurück, der den Zeitraum zwischen dem Datum, an SIe Ihre Mobilität de facto beendet haben und dem ursprünglich geplanten Enddatum, abdeckt.

Sofern Sie im Ziel- bzw. Gastland bleiben, gilt Folgendes:

a) Wenn Sie noch Ausgaben haben, die direkt und ausschließlich mit dem Erasmus-Aufenthalt in diesem Land verbunden sind (z. B. Miete, Strom, Zeitkarten ÖPNV)

und/oder

b) wenn Sie an virtuellen Aktivitäten teilnehmen (sofern die Gasteinrichtung im Zielland diese als Alternative zur Verfügung gestellt hat und die Kurse zur Erreichung der Lernziele - wie im Learning Agreement festgelegt - beitragen,

kann Ihnen der gesamte, im Grant Agreement vereinbarte, Erasmus+-Zuschuss gewährt werden.

Bitte beachten Sie dazu auch das Formular Erklärung Force Majeure (deutsch) bzw. Declaration Force Majeure (englisch), die Sie jeweils - sowohl für Studium, als auch Praktikum - auf der Seite Benötigte Formulare finden. Mit diesen Formularen bestätigen Sie, dass die o. g. Bedingungen erfüllt sind.

Sofern Sie diese Bedingungen nicht erfüllen, sondern die Mobilität definitiv abgebrochen haben, wird die Fördersumme taggenau neu berechnet, d. h., Sie zahlen den Teil des Zuschusses zurück, der den Zeitraum zwischen dem Datum, an SIe Ihre Mobilität de facto beendet haben und dem ursprünglich geplanten Enddatum, abdeckt.
 

6) Ich plane ein Auslandsstudium oder -praktikum - kann ich denn ausreisen? (Stand: 27.07.2020)

Nach und nach werden die Reisewarnungen für touristische Reisen durch das Auswärtige Amt nun aufgehoben oder angepasst. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sollten Sie sich bei der Planung oder vor Antritt eines Auslandsaufenthalts bitte dringend über die aktuelle Situation im Gastland informieren und ggf. den virtuellen Beginn einer Erasmus-Mobilität und die spätere physische Fortsetzung in Erwägung ziehen.

Bitte informieren Sie sich grundsätzlich vor Ihrer Ausreise, wie sich die Situation in Ihrem jeweiligen Gastland darstellt. Treffen Sie Ihre Entscheidungen stets in Absprache mit dem International Office!

Diese Regelungen sind am 16.06.2020 in Kraft getreten - sie gelten nicht rückwirkend.

6.a) NEU: Bei Ausreise ins Gastland muss ich mich vor Beginn der Mobilität in Quarantäne begeben. Erhalte ich eine Förderung für diesen Zeitraum? (Stand 27.07.2020)

Quarantäne-Zeiträume können zum Förderzeitraum gezählt werden, wodurch Ihnen eine finanzielle Förderung für diesen Zeitraum gewährt wird.

Bei Rückkehr ins Heimatland wird eine mögliche Quarantäne-Zeit jedoch nicht angerechnet.

Wir empfehlen Teilnehmenden, sich vor Ausreise über die Möglichkeit zu informieren, bei Ausreise/Ankunft im Gastland durch einen negativen Covid19-Test die Quarantänezeit zu vermeiden.


7) Ich möchte im Wintersemester einen Auslandsaufenthalt machen - soll ich abwarten oder kann ich mich bewerben? 

Auch wenn sich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Voraussagen über die Entwicklung des Virus machen lassen, ist es sinnvoll, die Planungen schon jetzt zu beginnen. Bewerbungen für Auslandsaufenthalte in Europa brauchen ca. sechs Monate Vorlaufzeit und eine frühzeitige Planung ist wichtig, damit sie keine wichtigen Fristen verpassen. Wir gehen davon aus, dass Auslandsaufenhalte im WS wieder stattfinden können. 

Das International Office bietet Beratungsgespräche nach individueller Terminvereinbarung an. Dabei sind selbstverständlich und in jedem Falle die derzeit üblichen Hygiene- und Abstandsregeln zum Schutze aller Beteiligten einzuhalten.

Alternativ ist eine telefonische Beratung zu den üblichen Sprechzeiten möglich. Bitte melden Sie sich telefonisch bei Frau Almut Bieder unter 0209/9596-826.


8) Kann ich mein Erasmus+-Auslandssemester vorerst virtuell beginnen, wenn meine Gasthochschule Online-Kurse anbietet, um den Betrieb aufrechtzuerhalten? (Stand: 16.06.2020)

Vorausgesetzt, von der Gasteinrichtung werden Kurse angeboten, die zur Erreichung der Lernziele beitragen, kann virtuelle Mobilität weiterhin im Erasmus-Programm durchgeführt werden.

Bereits zu Beginn des virtuellen Zeitraums werden Lizenzen für den Online Linguistic Support (OLS) zur Verfügung stehen, damit Sie Ihre Sprachkenntnisse weiterentwickeln können und sich bestmöglich auf Ihre virtuelle wie auch physische Mobilität vorbereiten können.

Da während der virtuellen Phase der Mobilität im Heimatland keine auslandsbedingten Mehrkosten anfallen, erfolgt keine finanzielle Förderung für diesen Zeitraum. Sobald die physische Mobilitätsphase beginnt d.h. mit der Ankunft im Gastland, können Sie den regulären Zuschuss für den Auslandsaufenthalt erhalten.

Die Mindestförderdauer einer Erasmus+ Mobilität von 3 Monaten sollte erfüllt werden. Sofern jedoch weiterhin Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie bestehen, kann die physischen Mobilitätsphase verkürzt oder gestrichen und durch eine Verlängerung der virtuellen Mobilitätsphase ersetzt werden. Auch Unterbrechungszeiten zwischen der virtuellen und der physischen Mobilitätsphase sind zulässig.

Diese Regelungen treten am 16.6.in Kraft, sie gelten nicht rückwirkend.


9) Kann ich mein mit Erasmus+ gefördertes Praktikum im Home-Office durchführen? (Stand: 16.06.2020)

Sofern die Mobilität zur Erreichung der Lernziele beiträgt -wie im Learning Agreement festgehalten -, kann virtuelle Mobilität weiterhin im Erasmus-Programm durchgeführt werden.

Da Sie während der virtuellen Phase der Mobilität im Heimatland keine auslandsbedingten Mehrkosten haben, erfolgt keine finanzielle Förderung für diesen Zeitraum. Sobald die physische Mobilitätsphase im Gastland beginnt (d.h. mit der Ankunft dort), können Sie den regulären Zuschuss für den Auslandsaufenthalt erhalten.

Die Mindestförderdauer einer Erasmus+-Mobilität von 2 Monaten sollte erfüllt werden. Sofern jedoch weiterhin Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie bestehen, kann die physische Mobilitätsphase verkürzt oder gestrichen und durch eine Verlängerung der virtuellen Mobilitätsphase ersetzt werden. Auch Unterbrechungszeiten zwischen der virtuellen und der physischen Mobilitätsphase sind zulässig.

Diese Regelungen treten am 16.06.2020 in Kraft, sie gelten nicht rückwirkend.

 
10) Ich komme aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurück - was muss ich beachten? 

Rückkehrenden und Einreisenden aus Risikogebieten ohne Krankheitssymptome empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder das Bundesministerium für Gesundheit dringend, sich in den ersten 14 Tagen nach Einreise freiwillig in häusliche Quarantäne zu begeben sowie Aufenthalte in der Öffentlichkeit weitestgehend zu vermeiden.


11) Was muss ich tun, wenn ich an Krankheitssymptomen leide? 

Das Bundesministerium für Gesundheit rät:

  • Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Virus SARS-CoV-2 im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen.
  • Personen, die sich in einem vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Beim Auftreten von akuten Symptomen sollten sie telefonisch und mit Hinweis auf die Reise ärztlichen Rat einholen.
  • Reisende aus Regionen, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber keine Risikogebiete sind, und die innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten telefonisch mit Hinweis auf die Reise ärztlichen Rat einholen und nach Möglichkeit zu Hause bleiben.
  • Zusätzlich bitten wir Sie nachdrücklich, sich an die Präventionsmaßnahmen der örtlichen Behörden zu halten.

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html?nn=2386228

 

 

 

Redaktionell verantwortliche Person nach § 55, Abs. 2 RStV:
Nadine Hackmann