Spendenfonds der Initiatoren von "Wir im Revier" - Sonderaktion

Verschiedene Stiftungen und Unternehmen haben einen Spendenfonds initiiert, über den eine einmalige Zuwendung von bis zu 1000 Euro ausgezahlt wird.
Vorgeschlagen werden können Personen aus der Nachbarschaft - auch Studierende - die durch Corona in Not geraten sind und dringend Hilfe brauchen.
Über Hinweise zum Spendenfonds und wie jemand vorgeschlagen werden kann informiert die Initiative "Wir im Revier".

Sonderaktion "Wir im Revier": Technikgutscheine von Medion
„Ab sofort kann mit einem Hilfe-Antrag auch ein Technikgutschein für IT-Geräte (Laptops etc.) von Medion in Höhe von bis zu 500 EUR verknüpft werden.
Diese Aktion von Medion läuft solange der Vorrat an Gutscheinen reicht.“

Überbrückungshilfe der Studierendenwerke - für den Monat September verlängert

Die staatliche Corona-Überbrückungshilfe aus dem Nothilfefonds kann seit Juni 2020 beantragt werden und ist für den Monat September verlängert worden. Unterstützt wird, wer sich in einer pandemiebedingten Notlage befindet und keine andere Unterstützung in Anspruch nehmen kann. Die Zuschüsse liegen zwischen 100 bis 500 Euro gestaffelt nach dem Kontostand zum Zeitpunkt der Antragsstellung.

Informationen zu den Kriterien der Überbrückungshilfe und zur Antragsstellung können auf den Seiten des AKAFÖ nachgelesen werden.

Die FAQ geben Antworten auf die häufigsten Fragen.

Die Antragsstellung erfolgt zentral bei den Studenten- und Studierendenwerken unter https://www.überbrückungshilfe-studierende.de/.

Krankenversicherung für arbeitende Studierende in den Semesterferien

Seit dem 1. März bis zum 31. Oktober 2020 darf eine kurzfristige Beschäftigung maximal fünf Monate oder 115 Arbeitstage im Kalenderjahr dauern. Diese Dauer gilt als Ausnahme wegen Covid-19 (siehe § 115 SGB IV). Während dieser Zeit bleiben Studierende in der Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung versicherungsfrei. Ab 1. November 2020 kann man eine kurzfristige Beschäftigung wieder nur maximal für drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr versicherungsfrei ausüben. Versicherungsfreiheit kann dann eventuell im Rahmen des "Werksstudentenprivilegs" in Frage kommen.

BAföG-Folgeantrag zeitnah stellen

Studierende, die jetzt zum WS 20/21 eigentlich den Leistungsnachweis (Formblatt 5 oder ECTS-Nachweis) erbringen müssten, werden grundsätzlich ein Semester ohne Leistungsnachweis gefördert.

Studierende, deren Förderungshöchstdauer im August 2020 abgelaufen wäre, erhalten grundsätzlich ein Semester länger Förderung.

Wichtig in beiden Fällen: Schnell - zeitnah - einen vollständigen und sorgfältig ausgefüllten BAföG-Folgeantrag stellen, damit eine möglichst lückenlose BAföG-Leistung möglich ist.

Weitere Informationen und die benötigten Antragsdokumente stellt das AKAFÖ zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen für BAföG-Geförderte

Informationen zur BAföG-Förderung für Studierende in den Zeiten der Corona-Pandemie, zur BAföG-Auslandsförderung, zu Studienunterbrechungen und verschobenen Prüfungsleistungenfinden sich hier.

Anreize für Bafög-Empfänger mit Arbeit in sogenannten systemrelevanten Bereichen

Studierende, die BAföG-Leistungen bekommen, dürfen ihre Einnahmen mit Tätigkeiten in systemrelevanten Branchen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie verbessern. Diese werden nicht auf den BAföG-Satz angerechnet. Weitere Informationen gibt es hier.

BAföG: sinkendes Elterneinkommen

Normalerweise wird bei der Berechnung des BAföG das Elterneinkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr berücksichtigt. Wenn Eltern jetzt  -  bspw. bedingt durch Kurzarbeit - weniger Einkommen haben, kann das bei der BAföG-Förderung berücksichtigt werden. Studierende müssen einen sog. Aktualisierungsantrag (Formblatt 7) stellen, auf dem die Eltern Angaben zu ihrem aktuellen Einkommen machen.

Studierende, die bisher noch kein BAföG bekommen haben, profitieren ebenfalls von dieser Ausnahmeregelung. Dafür müssen sie einen regulären BAföG-Antrag und einen Aktualisierungsantrag stellen.

Jobben in der aktuellen Situation

Kurzarbeitergeld
Teilzeitstudierende, die neben dem Studium mehr als 20 Wochenstunden arbeiten und somit sozialversicherungspflichtig sind haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Geringfügig Beschäftigte in einem Vollzeitstudium mit bis zu 450 Euro Monatseinkommen haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld.

Leistungen der Grundsicherung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung weist in den FAQ zur Ausbildungsförderung  darauf hin, dass  Studierende ohne BAföG-Berechtigung zur Zeit Anspruch auf Sozialleistungen (Arbeitslosengeld II, Wohngeld) haben können. Voraussetzung ist grundsätzlich eine   Beurlaubung vom Studium. In der aktuellen Situation kommt die Annahme eines besonderen Härtefalls in Betracht, sofern eine erhebliche Einkommensminderung durch den Verlust des Nebenjobs eingetreten ist. Das zuständige Jobcenter entscheidet im Einzelfall über Leistungen für Studierende.

Beurlaubung vom Studium
Eine Beurlaubung unterbricht das Studium und kann nur unter bestimmten Bedingungen erfolgen. Während einer Beurlaubung können keine Studienleistungen erbracht werden und es besteht kein Anspruch auf  BAföG-Leistungen.
Es ist wichtig, sich vor einer Beurlaubung über Konsequenzen für das Studium beraten zu lassen. Es empfiehlt sich zum Beispiel Kontakt zur Sozialberatung des AStA aufzunehmen

Jobsuche
Stellenangebote für Studierende bietet die Stellenbörse der Westfälischen Hochschule und weitere Jobs für Studierende werden auf externen Jobportalen bereitgestellt. Neu ist das Portal https://www.daslandhilft.de/  hier können Stellen als Erntehelfer/in gefunden werden.

Informationen zum Thema Nebenjob bietet auch die Deutsche Bildung AG an.

Informationen zur Finanzierung der Krankenversicherung, zu Miete und Energieversorgung, zu Folgen bei freiberuflicher Tätigkeit oder als ausländische Studierende/Austauschstudierende können auf den Seiten des Deutsches Studentenwerkes nachgelesen werden.

Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA)

Der AStA der Westfälischen Hochschule vergibt für in finanzielle Not geratene Studierende ein unverzinstes Darlehen. Die Darlehenssumme umfasst einmalig maximal 300 Euro. Um ein Darlehen zu erhalten, muss vorab eine Beratung durch den AstA in Anspruch genommen werden. Die Sozialreferentinnen und Sozialreferenten beraten auch zu weiteren finanziellen Problemen während des Studiums.

Darlehenskasse der Studierendenwerke (Daka) - Studiendarlehen

Studierende in NRW können bei finanziellen Notlagen ein Daka-Studiendarlehen  beantragen. Das Darlehen ist zinslos, zur Deckung der Verwaltungskosten wird jedoch ein Teil des Auszahlungsbetrags einbehalten. Bis zu 12.000 Euro Darlehenshöchstbetrag können Studierende beantragen, im Monat können das bis zu 1.000 Euro sein.
Die Daka der 12 Studierendenwerke in NRW ist ein gemeinnütziger Verein, der seit mehr als 65 Jahren zinslose Darlehen an Studierende in Finanznot vergibt. Sie wird im Studienkredit-Test des Zentrums für Hochschulentwicklung (CHE) immer sehr gut beurteilt.

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) - Studienkredit

Studierende in Deutschland, die nach dem BAföG nicht förderfähig sind und keine anderen Einkünfte (z.B. Stipendium, Förderung als Erasmus-Studierende) erhalten, können ein Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragen.
Bei einem KfW-Studienkredit werden maximal 650 Euro pro Monat ausgezahlt. Von Juli 2020 bis März 2021 gilt ein Zinssatz von 0%, danach gilt wieder der reguläre - für jeweils 6 Monate festgelegte - Zinssatz.
Auch Studierende aus dem Ausland können einen bis zum 31.03.2021 befristeten KfW-Studienkredit beantragen. Voraussetzung ist die Meldung an einer deutschen Adresse.

Zum Nachlesen bietet das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) weitere Informationen.

Studienfonds der Deutschen Bildung

Über den Studienfonds der Deutschen Bildung – einem Social Business für Studienfinanzierung - können Studierende kurzfristig flexible Auszahlungsbeträge ab 1.000 Euro zur Überbrückung aktueller finanzieller Notlagen beantragen.
Es müssen keine Bürgen oder Sicherheiten vorgewiesen werden. Die Finanzierung ist zudem mit allen anderen Finanzierungsformen kombinierbar und unabhängig vom Einkommen der Eltern. Die spätere Rückzahlung ist an Berufstätigkeit und anteilig ans Einkommen gekoppelt.
Der Studienfonds der Deutschen Bildung bietet zusätzlich auch begleitende Beratungs- und Coachingangebote an.

Kinderzuschlag Notfall-KiZ

Mit dem Kinderzuschlag (KiZ) steht Familien mit kleinem Einkommen eine Unterstützung in Höhe von maximal 185 Euro pro Monat und Kind zu, zusätzlich zum Kindergeld. Die Beurteilung der Höhe des Einkommens wird dabei nach bestimmten Kriterien - zum Beispiel der Anzahl und dem Alter der Kinder und der Wohnkosten - vorgenommen.

Im Rahmen der Corona-Krise wird der Kinderzuschlag nun zu einem Notfall-KiZ angepasst. Er soll zügig helfen, wenn Familien aktuell Einkommenseinbrüche erleiden. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des bmfsfj.

Unterstützung der Bundesstiftung Mutter und Kind

Schwangere Studentinnen und Studentinnen mit Kind(ern) in einer finanziellen Notlage können Mittel der Bundesstiftung Mutter und Kind erhalten. Es besteht kein konkreter Anspruch unter bestimmten Bedingungen, sondern es wird je nach individueller Situation unbürokratisch entschieden, ob und wie viel man bekommt.

Vorübergehend ist die Antragstellung in Verbindung mit einer telefonischen Beratung auf dem Postweg möglich. Alle   Kontaktmöglichkeiten und Adressen in Wohnortnähe bietet die Broschüre der Bundesstiftung.

Darlehen des Hildegardis-Vereins

Der Hildegardis-Verein  bietet eine Soforthilfe an für Studentinnen mit einer christlichen Konfession, fächerübergreifend und unabhängig von der Nationalität. Die Bewerbungen für die zinslosen Darlehen werden im Eilverfahren geprüft und bewilligt. Das vereinfachte Verfahren umfasst eine Förderung von bis zu 3.000 Euro.
Studentinnen, denen ein Darlehen bewilligt wurde, erhalten zusätzlich Zugang zu einem generationenübergreifenden Frauen-Netzwerk und weiteren Angeboten.

Redaktionell verantwortliche Person nach § 55, Abs. 2 RStV:
Caroline Möller, 09.09.2020