Unsere Teams schlagen sich gut beim „Google Hash Code 2017“

Freitag, 03. März 2017
Im einmal jährlich international ausgeschriebenen Programmierwettbewerb „Hash Code“ von Google machten erstmals drei Teams vom Campus Bocholt mit. Eine spannende Angelegenheit, denn einfach war die Aufgabe nicht. Man musste sich in einem Feld von 2.815 teilnehmenden Teams behaupten. Am Ende des Abends erreichten die Bocholter Teams „180 °“, „hs2“ und „Kaffeeklatsch“, allesamt aus unserem Bachelorstudiengang Informatik.Softwaresysteme, respektable Plätze.

In diesem Jahr beteiligten sich erstmals Bocholter Studierende an dem Google Wettbewerb „Hash Code“. Das ist ein Programmierwettbewerb für Studierende und Professionals, die sich in Teams zusammenschließen, um eine von Google gestellte Programmieraufgabe „aus dem wirklichen Leben“ an einem einzigen Abend zu lösen. Den Wettbewerb „Hash Code“ gibt es seit 2014 und er erfreut sich wachsender Beliebtheit unter den Studierenden. In diesem Jahr hatten sich aus den Teilnehmerregionen Europa, Afrika und Naher Osten 2.815 Teams angemeldet.

Gemeinsamer Startschuss für den „Hash Code“ ist jedes Mal 18:30 Uhr. Dann wird über das Internet die Aufgabe, in der Regel ein Optimierungsproblem, verkündet. In diesem Jahr sollte eine gegebene Menge von Videos so auf verschiedene Cache-Speicher verteilt werden, dass die Wartezeit für die Zuschauer minimal wird. Anschließend hat jede Gruppe bis 22:30 Uhr Zeit, ein Programm zu erstellen, das diese Optimierungsaufgabe mehr oder weniger gut löst. Dieses Programm wird dann auf Datensätze angewendet, die von Google bereitgestellt werden. Das Optimierungsergebnis mit Punktestand wird umgehend für alle Teilnehmer sichtbar auf eine Bewertungsplattform von Google hochgeladen. Jede Gruppe kann ihr Programm innerhalb der Wettbewerbszeit von 4 Stunden immer wieder verbessern. Am Ende zählt nur die beste Lösung einer Gruppe.

Um 18 Uhr Ortszeit Bocholt fanden sich sieben Studenten und eine Studentin, die sich in drei Teams organisiert hatten, im Labor für Softwaretechnik ein, um gegen die 2.815 gemeldeten Teams anzutreten. Der Dekan hatte für das passende Arbeits-Ambiente und für Verpflegung gesorgt. Um 18:30 Uhr ging es zunächst mit einem YouTube-Video los, in dem die Regeln erklärt wurden. Eine Viertelstunde später konnte dann die Aufgabe als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Unsere Teams brauchten zunächst einige Zeit, um erste Lösungsansätze zu erarbeiten, und lange Zeit sah es so aus, als wären sie bereits zu Beginn weit abgeschlagen. Auf dem Life-Punkte-Konto konnte man nämlich sehen, dass viele Teams bereits nach kurzer Zeit erste Punkte sammelten. Dann, um 20:13 Uhr, kam der Durchbruch: 237.807 Punkte für das Bocholter Team „180°“! Bereits drei Minuten später lieferte es eine verbesserte Version seiner Lösung, die 544.095 Punkte einbrachte.
Um 20:52 Uhr hatte das inzwischen auch ins Rennen eingestiegene zweite Bocholter Team „Kaffeeklatsch“ 1.200.705 Punkte erarbeitet, während Team „180°“ seinen Stand mit 566.702 Punkten geringfügig verbessern konnte. Das dritte Bocholter Team „hs2“ hatte lange Zeit mit einem "Parsing-Problem" zu kämpfen und bekam seine ersten Punkte erst zwei Stunden nach dem Start, holte dann aber gut auf. Am Ende erreichten die Bocholter Teams ein respektables Ergebnis:

hs2: 1.697.504 Punkte, Platz 1135
Team 180°: 1.944.495 Punkte, Platz 955
Kaffeeklatsch: 1.953.895 Punkte, Platz 940
Zum Vergleich: Platz 1 im Google Hash Code 2017 erreichte 2.651.999 Punkte.

Das Team „Kaffeeklatsch“ als lokaler Champion erreichte mit seinem Platz 74% der Siegerpunkte, was bedeutet, dass "nur" 26% der international teilnehmenden Teams mehr Punkte erzielen konnten.

Ein Teammitglied von „Kaffeeklatsch" kommentierte den Abend anschließend so:
"Erst einmal wollen wir uns für die super Organisation des Abends bedanken. Wir hatten richtig Spaß. Als wir wieder zuhause waren, konnte man im "Judge-System" schon wieder Lösungen hochladen, um zu schauen, was man noch hätte erreichen können. Hierbei hätten wir mit der letzten Änderung, die leider nur eine Minute zu spät fertig war, einen Score von 2.400.000 erreicht, was weltweit den 170. Platz und in Deutschland den 16. Platz bedeutet hätte."

Fazit: Auch 2018 wollen wir beim „Hash Code“ wieder mit dabei sein, dann aber mit mehr als drei Teams vom „Campus Bocholt“!

 - GJ / MH -

Beim Programmierwettbewerb „Hash Code“ ist Teamarbeit gefordert. Nach vier Stunden konzentrierter Arbeit waren alle drei teilnehmenden Bocholter Teams zufrieden. „Wir hatten richtig Spaß daran“, so Team „Kaffeeklatsch“, das - dicht gefolgt von Team 180° - von den dreien die meisten Punkte einheimsen konnte. Foto: GJ

Den besten Start der drei Teams hatte Team „180 °“. Foto: GJ

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten gab sich Team "hs2" nicht geschlagen und holte noch gut auf. Foto: GJ

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