Studierende und Förderer feiern Stipendienrekord an der Westfälischen Hochschule
Gelsenkirchen. 106 Studentinnen und Studenten der Westfälischen Hochschule erhalten für das Studienjahr 2017/2018 ein „Deutschlandstipendium“. Für die Westfälische Hochschule ist das ein Rekord: Noch nie seit Beginn des seit 2009 laufenden Stipendienprogrammes wurden so viele leistungsstarke und talentierte Studierende und Studienanfängerinnen gefördert. Die Ausgabe der Förderurkunden an die Stipendiaten aller Standorte verknüpfte die Westfälische Hochschule letzten Donnerstag (01.03.2018) mit einer Feier auf ihrem Campus Gelsenkirchen. Beim „Get-together Deutschlandstipendium“ konnten sich Förderer und Geförderte persönlich kennenlernen.
Hochschulpräsident Prof. Dr. Bernd Kriegesmann lobte die Stipendiaten bei der Urkundenfeier für ihre Leistungsstärke, die sie zu Stipendiaten machte und ermunterte sie, sich ihren Chancenpool, der sich aus Studium mit Stipendium ergibt, zu erschließen. Gleichzeitig forderte er sie auf, sich im Gegenzug auch gesellschaftlich zu engagieren und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Der Gelsenkirchener Oberbürgermeister Frank Baranowski betonte in seinem Grußwort, dass das Deutschlandstipendium vom Namen her fast schon „staatstragend“ daherkomme, es der Westfälischen Hochschule aber gelungen sei, mit ihren Scouts die Hemmschwelle zur Stipendienbewerbung zu senken und so viele Talente aus der Region erfolgreich in die Förderung zu vermitteln.
Zugleich musste die Hochschule genügend Förderer finden, die bereit sind in den regionalen Nachwuchs und damit in die Region zu investieren. Bei einer sich anschließenden Gesprächsrunde erläuterten sowohl langjährige Förderer wie die Evonik-Stiftung als auch neue Unterstützer des Programms wie die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (Bogestra) ihre Motivation, junge Menschen nachhaltig zu unterstützen. Die Evonik-Stiftung, so Stiftungsvertreter Michael Siemers, bündele das gesellschaftliche Engagement von Evonik: „Mit Überzeugung stützen wir junge Menschen, die sich durch gute Studienleistungen, aber auch durch persönliches gesellschaftliches Engagement auszeichnen.“ Ähnlich formulierte es Uwe Misiok, bei der Bogestra Fachbereichsleiter für Personal und Bildung: „Wir sind mit der Region verwurzelt und die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs ist uns wichtig. Wir sehen es als gesellschaftliche Verpflichtung, einen Beitrag zu leisten, um zukünftige Potenzialträger und -trägerinnen in unserer Region zu unterstützen.“
Die Stipendiaten berichteten, wie ihnen das Deutschlandstipendium dabei hilft, konzentriert und erfolgreich zu studieren. Julia Böhm, Stipendiatin im Masterstudiengang Kommunikationsmanagement, betonte etwa, dass die finanzielle Hilfe durch das Stipendium sie davor bewahre, kontinuierlich nebenher arbeiten gehen zu müssen: „Gerade vor und in Klausurphasen kann ich mich jetzt besser aufs Studium konzentrieren.“
In einem Team-Quiz konnten Förderer und Stipendiaten anschließend gemeinsam beweisen, wie viel sie über die Hochschule und deren Standorte wissen. Der Sieg ging an ein Team aus persönlichen Förderern, das sich über seine Quiz-Medaillen freute. Die Freude über die Förderurkunden des Deutschlandstipendiums war aber sicherlich noch größer: Das Deutschlandstipendium fördert Studierende mit 300 Euro monatlich zur freien Verfügung. Davon kommt die Hälfte der Summe vom Bundesbildungsministerium, die andere Hälfte wird von privaten Geldgebern gespendet. Diese setzen sich aus Fördervereinen, Unternehmen, Klubs und Stiftungen der Emscher-Lippe-Region und des Westmünsterlands sowie aus Privatpersonen und Firmengruppen außerhalb der Hochschulstandorte zusammen. Neben dem Geld gibt es für die Stipendiaten ein besonderes Begleitprogramm an der Hochschule, etwa in Form von Seminaren zu Präsentationstechniken oder dem Thema „Business Knigge“.
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Autoren dieser Meldung: Philipp Heubgen, Barbara Laaser
Ein Highlight der Deutschlandstipendienfeier 2018 an der Westfälischen Hochschule war ein Team-Quiz aus Geförderten und Förderern als Kandidaten. Unterhaltsam abgefragt wurde dabei Wissen über die Hochschule, die Hochschulregion und aus anderen Wissenssparten. Den Sieg trug ein Team aus persönlichen Einzelförderern mit ihren Stipendiaten nach Hause. Von links nach rechts: die Förderer Prof. Dr. Anke Simon, Prof. Friedrich Kerka, und Kolja Dunkel, die Stipendiaten Elena Hütter, Jan Althoff und Marcel Kotzak.Viel wichtiger als eine Medaille im Quiz waren aber bestimmt die Förderurkunden des Deutschlandstipendiums, die in diesem Jahr an 106 Stipendiaten und Stipendiatinnen ausgegeben wurden: an so viele wie noch nie seit dem Start des Förderprogramms 2009. Foto: WH/Jens Hoffstiepel, Abdruck honorarfrei im Zusammenhang mit Westfälischer Hochschule; Bild-Download für Redaktionen in der rechten Spalte: WH-18-36-WH
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