Private Schule für Isselburg? Studierende erforschen Elternwillen.

Donnerstag, 17. Mai 2018
Die Hauptschule in Isselburg, einzige weiterführende Schule der Stadt, läuft 2022 aus. Danach werden die Kinder in umliegende Gemeinden zur Schule pendeln müssen. Ein Ausweg wäre eine Schule in privater Trägerschaft. In Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative „Isselburg21“ führen nun 75 Betriebswirtschaftsstudierende eine Befragung unter der Elternschaft durch, wo es hingehen soll.

Die Stadt Isselburg, ca. 12 km entfernt von Bocholt an der niederländischen Grenze gelegen, hat ein schulisches Problem. Die Hauptschule ist die einzige weiterführende Schule der Gemeinde und läuft 2022 aus. Danach würden die rund 700 Schülerinnen und Schüler auf umliegende Nachbargemeinden, u. a. auch Bocholt, verteilt und somit täglich pendeln müssen. Die Bürgerinitiative „Isselburg 21“ will das verhindern. Ein(ziger) Ausweg wäre, die Schule in privater Trägerschaft weiter zu betreiben, wobei auch andere Schulformen wie die Gemeinschaftsschule infrage kommen könnten. Was aber sagen die betroffenen Eltern dazu?

Den Elternwillen herauszufinden, sind nun unsere Studierenden gefragt. Die Eltern von Kindergarten- und Grundschulkindern sollen mithilfe eines Fragebogens kundtun, ob es Interesse an einer Privatschule gibt und wenn ja, welche Form diese haben soll. Es wird zwei Fragebögen geben, einen für Eltern von Kindergartenkindern, einen für die von Grundschulkindern. Dabei soll auch abgefragt werden, ob es spezielle Interessen gäbe, zum Beispiel an einem musikalischen oder sportlichen Angebot.

Prof. Dr. Klaus Thiel lehrt in unserem Fachbereich Mathematik insbes. Wirtschaftsmathematik, Statistik und Marktforschung und ist außerdem Leiter unseres „Instituts für Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung (IWS)“. Studierende seiner Lehrveranstaltung „Marktforschung“ im 4. Semester werden in einem Projekt die Fragebögen nach wissenschaftlichen Standards entwickeln. Hintergründe und Fakten für die Machbarkeitsstudie lieferten jetzt die Vertreter von „Isselburg21“ in einer Auftaktveranstaltung direkt in der Vorlesung im Hörsaal.
Die praktische Leitung der Befragung übernimmt Prof. Dr. Andreas Pasckert von „Isselburg21“. Nach den Pfingstferien erhalten die infrage kommenden Eltern ihre Fragebögen und haben dann eine Woche Zeit, sie zu beantworten. Die Auswertung übernehmen dann wieder unsere Marktforschungsstudentinnen und –studenten.  

Das Bocholter-Borkener Volksblatt berichtete über die Auftaktveranstaltung am 16.5.2018 im Artikel „Fragebogen zur Privatschule“, den sie hier nachlesen können.

Link zur Webseite der Initiative „Isselburg21“

- MH -

Bei der Auftaktveranstaltung zur Machbarkeitsstudie „Privatschule in Isselburg?“ erhielten die Studierenden der Marktforschungsvorlesung bei Prof. Dr. Thiel von Prof. Dr. Pasckert von der Initiative „Isselburg21“ ausführliche Hintergrundinformationen.
Foto: WH/R. Benning

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