Deutsch-Palästinensische Forschungskooperation

Mittwoch, 25. Januar 2017
Im Konflikt zwischen Israel und Palästina unterstützt die deutsche Regierung eine „Zweistaatenlösung“. Sie fördert darum besonders die Beziehungen zu den palästinensischen Autonomiegebieten, unter anderem mit deutsch-palästinensischen Forschungskooperationen. Im Lenkungsgremium für die Strategieentwicklung und Projektkoordination arbeitet mit Dr. Edda Pulst eine Professorin unseres Fachbereichs mit.

Aus ihrer politischen Situation heraus haben es palästinensische Studierende, Mitarbeiter und Professoren ungleich schwerer als andere, internationale Kontakte zu knüpfen. Hier sollen bilaterale Programme unterstützend eingreifen, unter anderem Forschungs- und Projektkooperationen. Diese kommen in Zusammenarbeit der beiden Wissenschaftsministerien, also des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und dessen Gegenüber in Palästina (MOEHE) zustande. Beide Ministerien haben für Strategieentwicklung, Ausschreibungen und Programmkoordination einen Projektlenkungsausschuss mit deutschen und palästinensischen Mitgliedern gebildet.

Die beiden Ministerien vereinbarten 2014 bilaterale Programme, um die Mobilität der palästinensischen Studierenden, Doktoranden und Forscher zu verbessern und ihnen einen Zugang zum internationalen Forschungsmarkt zu eröffnen (es gibt in den beiden palästinensischen Autonomiegebieten 8 Universitäten in der Westbank, 3 im Gazastreifen). Eine erste Forschungsausschreibung erfolgte 2015, ausgerichtet auf palästinensische Fragestellungen. Vorgabe war es, die Projekte in deutsch-palästinensischer Personalbesetzung durchzuführen. Aus den eingegangenen Vorschlägen wählte das „Steering Committee“ 15 zu fördernde Projekte aus.

Das „Steering Committee“ ist der Projektlenkungsausschuss, den das BMBF für die Kooperation etabliert hatte. Ihm gehören auf deutscher Seite zwei Professoren an: Prof. Dr. Ghaleb Natour vom Forschungszentrum Jülich und Prof. Dr. Edda Pulst, die in unserem Fachbereich Wirtschaftsinformatik lehrt.

Professorin Pulst gestaltete dann auch das „Kick-off“ mit, also die Startveranstaltung für die ausgewählten dualen Programme, das im Dezember 2016 in Ramallah stattfand. Hier gab es für das „Steering Committee“ die Gelegenheit, Forscher und konkrete Projekte kennen zu lernen und gleichzeitig die Themen für die nächste Ausschreibungsrunde 2017 festzulegen. Die Universitäten aus Gaza waren dabei per Video-Konferenz zugeschaltet.

- MH / EP –


Ramallah, Dezember 2016: Zufriedene Gesichter bei allen Beteiligten gab es am Ende der Vorstellung der deutsch-palästinensischen Projekte im palästinensischen Ramallah. Vorne Mitte: Professorin Dr. Pulst.

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