Brücken zu neuen Technologien schlagen
Zwischen Nähmaschinen und Hightech-Entwicklungen bei JEMAKO herrschte genau die richtige Atmosphäre für Unternehmerinnen und Unternehmer, um Brücken zu neuen Technologien und künftigen Fachkräften zu schlagen: KI, Robotik, Wasserstoff, Bionik, Automatisierung oder Nachhaltigkeit – die Felder sind vielfältig, um in der Industrie in und rund um Bocholt neue Perspektiven aufzubauen. Um Wirtschaft und Hochschule hier enger zusammenzubringen, lud die Fördergesellschaft Westmünsterland der Hochschule in Bocholt/Ahaus e. V. zum Austausch im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung ein.
Gastgeberin war die JEMAKO Produktionsgesellschaft mbH; Geschäftsführerin Aida Rizvo konnte nach der Betriebsführung eine ganze Reihe erfolgreicher Kooperationen mit Studierenden vorstellen: „Wir haben zum Beispiel die Fertigungslinie für unseren Verkaufsschlager, den Reinigungshandschuh, optimiert, sodass signifikant Zeit bei der Produktion eingespart wird.“ JEMAKO ist seit seiner Gründung 1999 wirklich ein Exot: Das Textilunternehmen webt und näht noch komplett in Deutschland; vertrieben werden die Produkte vom Putztuch bis zur Kosmetik von 4.500 Vertriebspartnern inzwischen auch über die Grenzen hinaus. Rizvo berichtete auch von kompakten, einwöchigen Projekten vor Ort, bei denen es mit Teams aus Studierenden und ihren Beschäftigten etwa um den Kanisterversand oder das automatische Kleinmateriallager ging. Prof. Dr. Andreas Besse von der Westfälischen Hochschule (WH) war dabei schon oft mit von der Partie: „Bei uns heißt es ‚Shopfloor statt Hörsaal‘. Dieser Praxisbezug ist Goldwert für die Studierenden; der externe Blick auf Unternehmensstrukturen aber ebenso.“
Bei der Mitgliederversammlung stellte das Vorstandsteam auch ihre jüngsten Projekte vor. „Insgesamt schüttete die Fördergesellschaft im vergangenen Jahr 109.000 Euro aus“, erläuterte der Vorsitzende Ulrich Grunewald. Gefördert wurden u. a. die Stelle eines Tech Providers, der als Lotse zwischen Wirtschaft und WH fungiert, die Stiftungsprofessur „Sustainable Engineering and Management“ oder der Lorenz-Weegen-Preis für die beste Abschlussarbeit. Der Fokus der Projekte, so Grunewald, liege insbesondere darauf, „den Nachwuchs für MINT-Fächer zu begeistern, Fachkräfte in der Region zu halten und die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen und der Hochschule weiter zu stärken“.
Bei den Vorstandswahlen ergab sich eine wichtige Neuerung: Sven Wolf, seit neun Jahren Geschäftsführer der Fördergesellschaft, trat wegen einer neuen Aufgabe innerhalb der IHK Nord Westfalen nicht mehr an. Sein Nachfolger als Leiter des IHK-Standorts Westmünsterland, Dr. Fabian Schleithoff, wurde als Geschäftsführer der Fördergesellschaft einstimmig gewählt. Ebenso einstimmig wurden wiedergewählt: der Vorsitzende Ulrich Grunewald (Grunewald GmbH & Co. KG), der stellv. Vorsitzende Christian Fehler (Pieron GmbH) und der Schatzmeister Joachim Schüling (Stadtsparkasse Bocholt). Hinzu kommen zehn namhafte Beisitzer sowie als Beirat weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden, Hochschule und Gesellschaft. „Diese breite Basis im Vorstand, unsere rund 230 Freunde und Förderer in unserem Verein sowie die Nähe zu den mittelständischen Betrieben war und ist das Erfolgsgeheimnis des Hochschulstandorts in Bocholt“, ist Grunewald überzeugt.
Neue Mitglieder sind in der Fördergesellschaft herzlich willkommen! Alle Infos unter: www.studier-in-bocholt.de
Über die Fördergesellschaft Westmünsterland der Hochschule in Bocholt/Ahaus e. V.
Rund 230 Mitglieder – Kommunen, Unternehmen, Privatleute und Professoren – engagieren sich in der Fördergesellschaft für die Westfälische Hochschule (WH). 1990 gegründet setzt sich die Fördergesellschaft als Ziele, jungen Leuten in der Region eine qualifizierte Ausbildung zu bieten, Nachwuchskräfte zum Studieren, Bleiben und Arbeiten hierherzulocken und Wirtschaft und Wissenschaft zwecks Wissenstransfer miteinander zu verknüpfen. Jährlich werden aktuell über 100.000 Euro ausgeschüttet, z. B. für Stiftungsprofessuren, Ausstattung, Auslandssemester, Auszeichnungen und Veranstaltungen. Auch die „Junge Uni“ in Bocholt wird finanziell gefördert. Mit Blick auf die mittelständische, Industrie-lastige Wirtschaft im Westmünsterland liegt ein Fokus auf MINT-Fächern wie auch auf Betriebswirtschaft. Am WH-Campus Bocholt sind knapp 2.000 Studierende eingeschrieben. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen.
#studierinbocholt | www.studier-in-bocholt.de | www.w-hs.de
Der neu gewählte Vorstand der Fördergesellschaft Westmünsterland der Hochschule in Bocholt/Ahaus e.V. im Austausch mit dem Präsidenten der Westfälischen Hochschule Prof. Dr. Bernd Kriegesmann (rechts) und Vizepräsidentin Prof. Dr. Tatjana Oberdörster: (v.l.) Schatzmeister Joachim Schüling, der neue Geschäftsführer der Fördergesellschaft Dr. Fabian Schleithoff, der 1. Vorsitzende Ulrich Grunewald und der stellv. Vorsitzende Christian Fehler. (Foto: Betz/Fördergesellschaft Westmünsterland)
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