Studenten entwickeln hilfreiche Montageunterstützung

Mittwoch, 26. Februar 2020
Im Studiengang „Informatik.Softwaresysteme“ an der Westfälischen Hochschule in Bocholt stellten Studierende unter Beweis, dass sie selbstständig und erfolgreich Softwarelösungen entwickeln können. In fünf Projekten arbeiteten sie während des Wintersemesters an verschiedenen Aufgabenstellungen. Das beste Projekt wurde mit einem Preis der Bocholter Firma Reanmo ausgezeichnet.

Bocholt. Kurz vor dem Ende ihres Studiums und vor dem Start in die Praxisphase sowie der abschließenden Bachelorarbeit können Bocholter Studierende des Studiengangs „Informatik.Softwaresysteme“ ihre Fähigkeiten in unterschiedlichen Projekten testen. Fünf Projekte unter der Leitung von Informatikprofessor Dr. Martin Schulten präsentierten die Studierenden im Februar in Bocholt. Zudem wurde das beste von ihnen prämiert.
   Im ersten Projekt wurde eine Software für ein Begrüßungssystem entwickelt, das Nutzer über eine Kamera erkennt und dann benutzerspezifische Informationen anzeigen kann. So wird man beispielsweise gleich morgens bei der Ankunft im Büro über anstehende Termine informiert. „Besonders der Datenschutz spielte hier eine große Rolle“, berichtet Martin Schulten. Die Erkennung des Nutzers wurde dabei unter Nutzung von „Künstlicher Intelligenz“ (KI) umgesetzt.
   KI spielte zudem in weiteren Projekten eine entscheidende Rolle: Damit wurde eine kameragestützte Erkennung von Gesten entwickelt, mit denen künftig beispielsweise Roboter in der „Digitalen Fabrik Bocholt“ –  die Dr. Michael Bühren, Professor für Regelungstechnik und elektrische Antriebssysteme im Bocholter Fachbereich Maschinenbau, derzeit aufbaut – gesteuert werden können.
   Eine weitere Arbeit befasste sich mit einer Aufgabe, die viele Autofahrer kennen: Man befindet sich auf dem Weg zu einem Parkplatz, weiß aber nicht, ob es überhaupt noch freie Plätze gibt. Entwickelt wurde ein besonders günstiges und per Smartphone nutzbares Parkplatz-Informations- und Prognosesystem, das direkt am Bocholter Hochschulparkplatz getestet wurde.
   Im nächsten Projekt wurde ein internetgestütztes System zur Zeitsteuerung von Aufträgen entwickelt. Hier stand die Forderung nach Zuverlässigkeit im Vordergrund, sodass ein verteiltes System in einer Cloud zum Einsatz kam.
   Das fünfte Projekt befasste sich mit der sogenannten „Augmented Reality“, einer Technik, bei der mittels einer speziellen Datenbrille Informationen in das Blickfeld eines Anwenders eingeblendet werden. Von den Studierenden wurde so ein System entwickelt, das helfen kann, komplexe Montagearbeiten zu vereinfachen. Unterstützt hat dieses Projekt Dr. Christian Heßing, Bocholter Maschinenbauprofessor für Werkstoffkunde und Fertigungstechnik, der als realistisches Einsatzszenario eine Montagesituation aus der Bocholter Modellfabrik gewählt hatte.
   Eine Jury kürte diese Arbeit zum besten Projekt. Die Studierendengruppe erhielt zudem einen mit 500 Euro dotierten Preis, den die Bocholter Firma Reanmo stiftete. Die junge Firma Reanmo wurde von den drei Brüdern André, René und Maurice Schlüß gegründet, die selbst an der Westfälischen Hochschule in Bocholt studiert haben. Die Firma Reanmo mit Sitz im Technologiepark „Innocent Bocholt“ entwickelt unter anderem Webanwendungen und mobile Apps für Kunden innerhalb und außerhalb der Region. Zur Unterstützung der Studierenden und zur Förderung kreativer Ideen wurde dieser Preis von Reanmo ins Leben gerufen.

Ihr Medienansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. Martin Schulten, Campus Bocholt der Westfälischen Hochschule, Telefon (02871) 2155-822, E-Mail martin.schulten(at)w-hs.de

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Autor der Meldung: Michael Völkel

Für ihre Semester-Projektarbeit – die Entwicklung einer Montagehilfe – erhielten die Studierenden Thorben von Horn, Christian Külkens, Thilo Graffe und Niklas Schmeink (3. bis 6.v.l.) eine mit 500 Euro dotierte Auszeichnung von den Brüdern Maurice (l.) und René Schlüß (2.v.l.), Gründer und Inhaber der Bocholter Firma Reanmo (im Bild fehlt der dritte Gründer André Schlüß). Mit einer speziellen Datenbrille (von Horn im Bild mit Brille) werden Informationen in das Blickfeld eines Anwenders eingeblendet. „Dadurch wird die Montage deutlich vereinfacht“, erläutert Prof. Dr. Martin Schulten (r.), der die Arbeit betreute.
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