Semesterprojekt Maschinenbau: Studierende ziehen Auto mit Seilwinde aus dem 3D-Drucker

Freitag, 27. Januar 2023
Ein 1,4 Tonnen schweres Auto mit einer Seilwinde aus dem 3D-Drucker ziehen? Dass das funktioniert, bewiesen nun fünf Studierendenteams aus dem Studiengang Maschinenbau während der Vorstellung ihres Semesterprojekts an der Westfälischen Hochschule. Im Rahmen der Fachmesse „HeavyRopes 2023“ am Campus Bocholt zeigten die Studierenden, was sie in den vergangenen Monaten über das Konstruieren, Fertigen und Erproben einer Seilwinde gelernt haben. Das beste Konstruktionsteam erhielt einen Preis, gestiftet von der Fördergesellschaft Westmünsterland.

Bocholt. Bei der Fachmesse Ende Januar wurden die selbst gebauten Prototypen der Seilwinden mit Stolz von den Studierenden vorgestellt und die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Konstruktionsprozess präsentiert. Anschließend wählte das Publikum das beste Konstruktionsteam. Den Preis der Fördergesellschaft Westmünsterland übergab Prof. Dr. Michael Wendland aus dem Fachbereich Maschinenbau.

Die Herausforderung für die Teams bestand darin, ein Auto mit einem Gewicht von ca. 1,4 Tonnen auf ebener Fläche zu ziehen. Dafür sollte ein Prototyp aus 3D-gedruckten Bauteilen entworfen werden, der diese Belastungen aushält, das Auto zieht und entgegen der Zugrichtung über einen Freilauf verfügt, was ein schnelleres Abrollen des Seils ermöglicht. Um die Bedingungen der Industrie möglichst realitätsnah abzubilden, mussten die Studentinnen und Studenten zu definierten Zeitpunkten ihre Ergebnisse vorstellen. Dabei durften ein Budget von 150 Euro pro Team, ein definierter Bauraum und eine Materialmenge von max. 1 kg PLA nicht überschritten werden. „Für unsere Studierenden spielen praktische Erfahrungen eine enorme Rolle. Was man selbst erlebt oder durchgeführt hat, hinterlässt oftmals bleibende Eindrücke. Besonders in der Konstruktionstechnik muss das oft theoretische Wissen aus Vorlesungen an realen Entwürfen erprobt werden dürfen“, so Prof. Wendland.

Einen Schwerpunkt des Moduls bildete das schrittweise und wiederholende Vorgehen beim Konstruieren, Fertigen und Erproben, um sich dem Endergebnis anzunähern. Die ersten Tests von Bauteilen aus dem 3D-Drucker zeigten z. B. klare Belastungsgrenzen des Materials sowie auch Schwachstellen an den jeweiligen Entwürfen auf. Prof. Wendland erklärt: „Dieses Scheitern bei den Tests ist beabsichtigt und bietet den Studierenden wertvolle Erkenntnisse, denn nur erkannte Fehler kann man korrigieren. Nur wer Bauteile bis an die Belastungsgrenzen und darüber hinaus testen darf, kann vorherige Berechnungen, deren Aussagen und die Randbedingungen korrekt einordnen. Alle fünf Teams sind mit den Rückschlägen extrem professionell umgegangen, haben sehr engagiert ihre Entwürfe verbessert und konnten letztendlich alle zum vereinbarten Zeitpunkt ihre Seilwinden erfolgreich erproben. Ein großer Dank geht auch an unseren Mitarbeiter Olaf Scholten, ohne dessen Engagement dieses Modul so nicht möglich wäre.“

 

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Gruppenfoto der Siegergruppe des Semesterprojekts Seilwinde

Das Siegerteam (v. l. n. r.) Joachim Voortman, Moritz Bennemann, Fabian Evertz und David Rumswinkel freute sich über ein Kaffeeset, gestiftet von der Fördergesellschaft Westmünsterland.
Foto: WH/Lisa Kurpiun
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