Eine Technologie verspricht mehr Vertrauen in Emscher-Lippe

Mittwoch, 15. Mai 2019
Bitcoin ist für viele Menschen ein Begriff. Doch welche Technologie hinter dieser digitalen Währung steckt, ist kaum bekannt. Blockchain heißt die Datenbank der Zukunft, die bald für mehr als nur die sichere Bitcoin-Transaktion sorgt. Sie wischt Digitalisierungsängste fort und schafft mehr Vertrauen in der Emscher-Lippe-Region. Momentan entwickelt das Institut für Internet-Sicherheit der Westfälischen Hochschule verschiedene Blockchain-Konzepte für ein smartes Emscher-Lippe.

Gelsenkirchen. „Die Blockchain-Technologie ist eine vertrauenswürdige und manipulationssichere Datenbank“, erklärt Professor Norbert Pohlmann. Er ist Leiter des Instituts für Internet-Sicherheit (kurz: „if(is)“) an der Westfälischen Hochschule und entwickelt verschiedene Blockchain-Konzepte für die Region Emscher-Lippe. Im Gegensatz zu bereits vorhandenen Datenbanken oder Anwendungen, wie zum Beispiel Excel-Tabellen, lassen sich der Inhalt und die Reihenfolge der gespeicherten Blockchain-Daten nicht verändern. Nicht einmal der Hersteller selbst könne es tun, so Professor Pohlmann.
   Erste Schritte mit der Blockchain-Technologie werden momentan in der Westfälischen Hochschule gemacht. Es wird ein modernes IT-System eingefügt, mit dem eine fälschungssichere Zeugnis-Überprüfung gewährleistet wird. „Circa zehn Prozent aller Zeugnisse werden in der Bewerbungsphase gefälscht“, klärt Professor Pohlmann auf. Darum sollen Zeugnisse und Zertifikate der Fachgruppe Informatik neben dem normalen Papier-Format nun auch als PDF-Datei an die Absolventen verteilt werden. Professor Pohlmann beschreibt den Ablauf: „Von jeder Zeugnis-PDF wird eine digitale Signatur in eine öffentlichen Blockchain-Datenbank gespeichert. Die Arbeitgeber in der Region können dann die Zeugnisse mit Hilfe der Signatur in der Blockchain überprüfen.“ So ist von Beginn an automatisch ein vertrauenswürdiges Arbeitsverhältnis gegeben.
   Weitere Schritte werden im Bereich digitale Identität (Self-Sovereign-Identität) mit dem Bundeswirtschaftsministerium gemacht. In Expertenworkshops in Berlin wird besprochen, wie eine digitale Blockchain-Identität umgesetzt werden kann. Auch in der Logistik wird sich an möglichen Blockchain-Anwendungen (Supply-Chain-Anwendungen) ausprobiert. Der Wunsch: Einen automatischen Prozessablauf von Produktion, Vertrieb bis hin zum Geldtransfer mit dem Kunden schaffen. Das spart viel Zeit und Kosten könnten so eingespart werden. Regionale Unternehmen aus der Industrie, die Interesse an einer individuellen Blockchain-Anwendung haben, können sich im Institut für Internet-Sicherheit informieren und die Technologie professionell testen.
   Das Projekt „Blockchain“ gehört zu dem Verbundprojekt „connect.emscherlippe“ der Westfälischen Hochschule und will die Emscher-Lippe-Region zu einer „Smart Region“ machen. Bis zum Jahr 2021 wird das Projekt vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie gefördert.

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Prof. Norbert Pohlmann, Campus Gelsenkirchen der Westfälischen Hochschule, Telefon (0209) 9596-515, E-Mail norbert.pohlmann(at)internet-sicherheit.de

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Autorin dieser Meldung: Jessica Mayer

Professor Pohlmann arbeitet an einer Blockchain-Präsentation im Institut für Internet-Sicherheit. Foto: WH/JM, Abdruck honorarfrei im Zusammenhang mit Westfälischer Hochschule; Bild-Download für Redaktionen in der rechten Spalte: WH-19-70-InfG

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