Von der Klinik in die Forschung - Molekulare Biologie an der WHS-Recklinghausen (B.Sc. und M.Sc.)
„Es alleine zu schaffen, ist so gut wie unmöglich“ – diese Worte begleiteten mich von Beginn an und sie sollten sich bewahrheiten. Mein Name ist Lisa Oehlke und ich begann das Studium im Jahr 2015. Dies war aber nicht direkt nach dem Abitur, da ich mich zuvor für eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege entschieden hatte. Schon hier erkannte ich die Relevanz einer adäquaten Therapie und wie wichtig es ist, interdisziplinär gut zusammen zu arbeiten. Während dieser Zeit wurde mir zudem immer mehr bewusst, dass ich den menschlichen Körper bis in das kleinste Detail kennen und verstehen lernen möchte. Somit entschied ich mich (dank einer Studienmesse) für ein Studium in der molekularen Biologie in Recklinghausen.
Das erste Studienjahr fiel mir überhaupt nicht leicht. Ich musste aufgrund meiner finanziellen Situation weiterhin jedes Wochenende in der Klinik arbeiten und hatte damit deutlich weniger Zeit zum Lernen. An die ersten beiden Prüfungszeiträume denke ich also auch heute noch nicht allzu gerne zurück. Ich merkte aber, dass das Studium inhaltlich genau das richtige für mich ist und suchte das Gespräch mit den wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Professor*innen. Wir fanden gemeinsam eine Lösung und die nächsten Zeiträume liefen dann schon besser. Auch fand ich eine tolle Gruppe von Studenten (die 2016 begonnen hatten) und schloss mich ihnen an. Anfang 2020 konnte ich dann meine Bachelorarbeit abgeben. Ende 2022 meine Masterarbeit. Anfang 2023 konnte ich jetzt meine Promotion im Institut für Pharmakologie am Universitätsklinikum Essen beginnen.
Ich möchte allen Mut machen, die es nicht immer einfach im Leben haben. Oft dachte ich, ich schaffe es nicht. Doch an der WHS ist man nicht nur eine Nummer, sondern eine individuelle Person. Einem wird auf Augenhöhe begegnet und niemand verurteilt einen, auch nicht in Situationen des Scheiterns. Freundschaft und Zusammenhalt waren wohlmöglich die ausschlaggebenden Faktoren, welche es mir ermöglichten, so weit zu kommen.
An der WHS erfährt man zudem eine sehr gute praktische Ausbildung. Das letzte Jahr meines Masters war ich ausschließlich in meiner jetzigen AG. Dieses Jahr gibt einem genug Zeit sich zu beweisen und war auch bei meinen Freunden oft das direkte Sprungbrett in die Promotion. Ich würde es jederzeit wieder so machen.




