Technologieangebote

Aktuelle Technologieangebote der Westfälischen Hochschule

Magnesort

Verfahren zum Recycling von Dauermagneten

Dauermagneten werden in großen Mengen in Elektro- und Elektronikkomponenten eingesetzt. Dazu zählen unter anderen Magneten in Computerfestplatten zur Steuerung des Schreibvorgangs oder Elektromotoren zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von Hochleistungspumpen in Heizungssystemen mit großer Energieeinsparung.

Die Hochleistungsmagneten enthalten seltene Erden wie zum Beispiel Neodym und Dysprosium. Diese werden derzeit zu 97 Prozent in China unter extremer Umweltbelastung abgebaut. Die herausragende magnetische Eigenschaft dieser Erden führt zu einer starken weltweiten Nachfrage und rasant steigenden Preisen. Bei der Entsorgung der entsprechenden Geräte gehen leider auch die wertvollen Materialien verloren. Das Projekt und gleichnamige Verfahren „Magnesort“ kann nun die kostbaren Erden vor den Hochöfen und der endgültigen Vernichtung retten. Die hochwertigen Rohstoffe können zu 95 Prozent zurückgewonnen und somit wiederverwertet werden. Dadurch verringert sich auch die Abhängigkeit von den chinesischen Exportbeschränkungen.

Das Verfahren „Magnesort“ kann in vorhandene Recyclinganlagen in die auf einen Schredder folgende Aufbereitungstechnik integriert werden. Die Magneten werden aus einem Schrottgemisch durch eine thermische Behandlung und wechselnde Magnetfelder ausgesondert. Durch das Erwärmen der Dauermagneten werden sie teilentmagnetisiert, sodass diese bei wechselnden Magnetfeldern so „leicht“ werden, dass sie quasi „fliegen“. Auf den Förderbändern bleiben nur noch die eisenhaltigen Metalle zurück.

Anhand einer Versuchsanlage an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen konnte die Funktionalität der Erfindung nachgewiesen werden. Die Patentanmeldung wurde im Juli 2012 beim Deutschen Patent- und Markenamt hinterlegt. Interessierte Unternehmen können über die Provendis GmbH, die von der Hochschule beauftragt wurde, Lizenzen an der Erfindung erwerben.
(Zentrum für Forschungskommunikation/Kerstin Broichhagen)

Erfinder:
Prof. Dr. Ralf Holzhauer, Lutz Baberg, Matthias Rupprecht

Ansprechpartnerin bei Provendis:
Dr.-Ing. Ilona Gehrig

 

 

MOD-FC – Modularer Brennstoffzellenstack

Eine Erfindung der Westfälischen Hochschule und der ProH+ GmbH.

Eine moderne Brennstoffzelle besteht in der Regel aus einem Stapel von Einzelzellen, die mechanisch miteinander verpresst werden. Bei MOD-FC erfolgt die Verpressung nicht mechanisch, sondern hydraulisch. Durch die vollständige Umspülung von separaten Einzelzellen mit dem Hydraulikmedium ist eine homogene Anpressung der innenliegenden Zellkomponenten gewährleistet. Außerdem kann das Hydraulikmedium direkt als Kühlmedium verwendet werden. Damit kann sichergestellt werden, dass die homogene Stromerzeugung über die Fläche erfolgt und keine Lebensdauer verkürzende Hot-Spots entstehen.

Durch die nahezu idealen Betriebsbedingungen sind MOD FC dazu geeignet, in-situ Membran-Elektroden-Einheiten zu untersuchen. Erste Funktionsmuster sind bereits im Einsatz. Es können mehrere Proben simultan reproduzierbar, unter denselben Betriebsbedingungen untersucht werden, was die Qualität des Prüfergebnisses verbessert und den Prüfaufwand erheblich reduziert.

Darüber hinaus können einzelne Elemente durch den modularen Aufbau des Stacks aus separaten Einzelzellen ohne großen Aufwand getauscht werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Brennstoff-zellenstacks können MOD FC somit auf Zellbasis gewartet werden.

PDF des Technologieangebotes

Erfinder:
Prof. Dr. Michael Brodmann, Martin Greda, Cristian Mutascu, Jeffrey Roth

Ansprechpartner bei Provendis
Andreas Brennemann
Tel.: +49.208 94105-33
ab(at)provendis.info

 

 

Redaktionell verantwortliche Person nach § 55, Abs. 2 RStV:
Dr. Elisabeth Birckenstaedt