Matthias Degen in der Jury zum Medienpreis Bildungsjournalismus

Mittwoch, 12. Oktober 2016
Die Deutsche Telekom Stiftung kürte in Berlin die Sieger des Medienpreises Bildungsjournalismus. Professor Matthias Degen entschied mit: als Juror.

Die vom ehemaligen Chefredakteur von Süddeutscher Zeitung und Spiegel Hans Werner Kilz geleitete Jury mit der Moderatorin und Buchkritikerin Christine Westermann, Prof. Dr. Bettina Hannover, der Leiterin des Arbeitsbereichs Schul- und Unterrichtsforschung am Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Freien Universität Berlin, dem freien Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten Armin Himmelrat sowie Prof. Dr. Matthias Degen bewertete die eingereichten Beiträge zum Thema Bildungsjournalismus.

In der Kategorie „Text“ überzeugte die freie Journalistin Nicola Meier mit der Zeit-Reportage „Nicht dar zwischen qwatschen“. Sie berichtet von einer Schule in Berlin-Wedding, die ausnahmslos sozial benachteiligte Jugendliche aufnimmt: Die Quinoa-Schule. Meier begleitete ein Jahr lang einen Schüler und konnte die Jury mit der eleganten Verbindung der Erzählungen von „Problemschüler“ Justin, seiner Familie und der neuen Schule überzeugen. Die Jury lobte besonders die Nähe, die Meier zu den Protagonisten aufbaut, ohne der Reportage Schlagseite zu geben.

Silvia Plahl aus der Kategorie "Audio/Video/Multimedia" gewann mit ihrem Hörfunk-Feature „Schulfach Programmieren“ für SWR 2 Wissen. Plahl recherchierte, warum die Informatik in der Schule immer noch eine Nebenrolle einnimmt, obwohl digitale Kompetenzen immer wichtiger werden. Durch die gekonnte Darstellung der Informatik als kreative Lösungssuche für Alltagsprobleme konnte sie sich den ersten Platz sichern.

Auch der Nachwuchs war vor Ort. In der gleichnamigen Kategorie gewannen mit Nadja Lissok und Laura Millmann gleich zwei junge Journalistinnen den Medienpreis Bildungsjournalismus: Lissok arbeitete mit dem Exposé „Erinnerungskultur bei Jugendlichen: Selfies aus dem KZ“ das schwierige Verhältnis der heranwachsenden Generation mit den Themen Holocaust und Zweiter Weltkrieg heraus. Sie möchte eine Schulklasse beim Besuch einer KZ-Gedenkstätte begleiten und aus dem Material eine Multimedia-Reportage zusammenstellen. Laura Millmanns Exposé „Guten Morgen, Frau Roboter“ stellt ein Hörfunk-Feature vor, das herausfindet, ob Roboter bald auch die Schulen erreichen und menschliche Lehrer ersetzen werden. Beide Konzepte überzeugten die Jury gleichermaßen, sodass der erste Platz doppelt vergeben wurde.

Neu war die Vergabe eines Auslandsstipendiums in Kooperation mit den Internationalen Journalisten-Programmen e.V. (IJP) in Höhe von 3.500 Euro für einen zweimonatigen Aufenthalt bei einem polnischen Gastmedium. Buten-un-Binnen- und Radio-Bremen-Reporterin Jagoda Przybyla kann sich über dieses Stipendium freuen. Sie wird es einsetzen, um bildungsjournalistische Geschichten in Polen zu realisieren.

 

 

Professor Matthias Degen mit Silvia Plahl, der Siegerin der Kategorie "Audio/Video/Multimedia".

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