Grünes Licht für das NRW-Zentrum für Talentförderung

Nicht nur die Bühnenscheinwerfer im Gelsenkirchener Hans-Sachs-Haus gaben am 10. September grünes Licht für das NRW-Zentrum für Talentförderung. Rund 350 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Schule sowie die Moderatorin Asli Sevindim feierten die Eröffnung des neuen "Hauptquartiers" der Talentförderung mit Diskussionen, Vorträgen und Comedy.


Ein Projekt, das innerhalb kürzester Zeit umgesetzt wurde. Es hätte nur etwas mehr als ein Jahr gebraucht, erinnerte sich Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule in seiner Begrüßung an den rasanten Start. „Im Frühjahr vergangenen Jahres haben wir uns zusammengesetzt, im Oktober den Projektvorschlag beim Ministerium eingereicht. Im Mai kamen die kooperierenden Hochschulen hinzu - und heute sind wir hier. Eine fantastische Leistung.”

Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung teilte diese Einschätzung. Auch sie meinte, „Begabung läge nicht im sozialen Kontext eines Menschen, sondern im Menschen selbst. Davon brauchen wir mehr”, machte sie ihren Standpunkt auf dem Podium klar. „Journalisten fragen mich oft, Wieso haben sie das nicht schon eher gemacht?’ Darauf antworte ich dann immer, Gelsenkirchen hat es erst jetzt erfunden.’ Das ist eine Blaupause für andere, bundesweit schauen alle hierher.”

Zusätzlich zur Westfälischen Hochschule führen inzwischen sechs weitere Hochschulen und Universitäten das Talentscouting ein - die Hochschule Bochum, die Ruhr-Universität Bochum, die Fachhochschule Dortmund, die Technische Universität Dortmund, die Universität Duisburg-Essen und die Hochschule Ruhr-West. Auch sie erhalten wie die Westfälische Hochschule Fördergelder vom Wissenschaftsministerium. Doch damit nicht genug: 2017 wird das Talentscouting weiter wachsen - vier weitere Hochschulen werden die Chance auf die Talentförderung bekomen.

„Es klingt ein bisschen pathetisch, aber man muss die Schüler dabei unterstützten, ihren Traum zu leben. Wenn man nicht junge Menschen damit begeistern kann - wen dann? Das NRW-Zentrum für Talentförderung ist revolutionär, eine kleine Expolsion im System. Ich freue mich unglaublich auf die Zukunft”, sagte Suat Yilmaz, der inzwischen nicht mehr der einzige Talentscout der Westfälischen Hochschule ist. Inzwischen haben drei weitere Kolleginnen und Kollegen ihre Arbeit aufgenommen.


Das NRW-Zentrum für Talentförderung ist die Servicestelle für aktuell sieben Hochschulen, die in Nordrhein-Westfalen Talentförderung betreiben. 2011 startete die Westfälische Hochschule in Gelsenkirchen das von ihr entwickelte Pilotprojekt "Meine Talenförderung" und beschäftigte deutschlandweit den ersten Talentscout an einer Hochschule. Ziel ist die Förderung von Jugendlichen, die in weniger privilegierten Verhältnissen aufwachsen und für die trotz Begabung ein Studium bislang viel zu selten in Frage kommt.