Juni 2025

An der Westfälischen Hochschule sollen sich alle Menschen willkommen und wohlfühlen – unabhängig von ihrem Geschlecht. Sprache spielt dabei eine entscheidende Rolle. Schnell schleichen sich Formulierungen ein, die unbeabsichtigt ausschließen, vor allem wenn es um Gruppenbezeichnungen geht.

Das sogenannte generische Maskulinum – wie etwa „Studenten“ – lässt häufig den Eindruck entstehen, dass nur Männer angesprochen sind. Damit können zwar auch Frauen und nicht-binäre Menschen gemeint sein, doch sprachlich wird das nicht deutlich. Was nicht sichtbar ist, wird oft auch nicht mitgedacht.

Eine Gruppe von „Studenten“ kann durchaus aus Menschen aller Geschlechter bestehen. Dennoch entsteht vorrangig ein Bild einer rein männlichen Gruppe. Wer stattdessen neutrale Formen wie „Studierende“ verwendet oder das Gendersternchen nutzt, zum Beispiel „Student*innen“, macht alle Geschlechter sichtbar. Dadurch fühlen sich mehr Menschen angesprochen und einbezogen.

Um dem Anspruch an Inklusivität gerecht zu werden und gleichzeitig den Sprach- und Lesefluss beizubehalten, stellen sieben Studierenden des Institutes für Journalismus und Public Relations einen eigenen Leitfaden zur gendergerechten und inklusiven Sprache zur Verfügung. Darin wird empfohlen, wie insbesondere im Umfeld der Hochschule gegendert werden kann. 

Der Leitfaden ist eine Einladung und ein Denkanstoß, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Er ist nicht verpflichtend, bietet aber praktikable Lösungen. Darüber hinaus steht ein Gender-Disclaimer zum Download bereit, der an das Ende von Präsentationen angefügt werden kann. Besonders lohnenswert sind auch die Informationsangebote, wie ein Literaturverzeichnis, Interviews oder drei eigene Podcast-Folgen. 

Ein Blick lohnt sich – denn Sprache wirkt. Sag's für Alle – nicht nur für Manche!

Juli 2025
Juli 2025