eDrivingSchool
Akzeptanzerhöhung und beschleunigte Markteinführung von Elektrofahrzeugen
Projektverlauf
Fahrschulbetrieb
Der Fahrschulbetrieb mit dem Elektrofahrzeug (Peugeot iOn) wurde
- am 22. April 2013 in der Lokalzeit Dortmund des WDR Fernsehens und
- am 25. April 2013 im Magazin RTL West des RTL Fernsehens
vorgestellt.
Die Filmaufnahmen mit dem Team des WDR fanden am 15. April 2013 in Lünen statt.
Der Kleintransporter Peugeot Partner Profi Electric Venturi ist im März 2013 eingetroffen und wurde von den Mitarbeitern der H&V Energietechnik sehr schnell als vollwertiges Fahrzeug akzeptiert. Die Geschäftsführer unternahmen dann am 21. Mai 2013 auf dem Weg zu einem Projekttreffen in Gelsenkirchen einen "Langstreckenversuch" über eine Gesamtdistanz von über 100 km. Das Treffen wurde am 27. Mai 2013 im idw (HTML) dokumentiert.
Energetische Systeme
Im Juni 2013 begann dann auch die praktische Erprobung der fahrzeugtechnischen und haustechnischen Systeme zur Erfassung der Daten. Die mobilen Datenlogger wurden mit den CAN-Bus-Daten der Fahrzeuge "vertraut" gemacht. Leider gibt es keine standardisierte Schnittstelle, jeder Hersteller verschlüsselt die Informationen anders. Die Gebäudetechnik wurde mit weiteren Messpunken zur Erfassung der elektrischen Energien und der Wärmeströme ausgerüstet.
Leitfaden
Die Ergebnisse der Fahrschulstunden sind in einen curricularen Leitfaden für den Fahrschulbetrieb mit elektrischen Fahrzeugen eingeflossen.
Weitere Informationen zum Fahrschulbetrieb und zu Veranstaltungen sind im Blog (HTML) des Projektpartners Rüschkamp dokumentiert.
Projektergebnisse
Zusammenfassung und Endbericht
Das Projekt eDrivingSchool, gefördert durch das Land NRW – Rationelle Energieverwendung, regenerative Energien und Energiesparen (progres.nrw) und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) – Ziel 2, steht zum einen für ein Fahrschulkonzept zur Akzeptanzerhöhung und beschleunigten Markteinführung von Elektrofahrzeugen und zum anderen für den gewerblichen Betrieb von Elektrofahrzeugen mit Eigenstrom.
Das Vorhaben verfolgte den Ansatz, Fahrschüler während der Fahrausbildung mit der Elektromobilität vertraut zu machen. Während der Projektlaufzeit wurden den etwa 50 Fahrschülerinnen und Fahrschüler im theoretischen und praktischen Unterricht alle Facetten der Elektromobilität vermittelt. Im Theorieunterricht wurde u.a. in einer Doppelstunde die Motivation für die Elektromobilität und die Unterschiede zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren erläutert, die Vor- und Nachteile der einzelnen Antriebstechniken gegenübergestellt und Bedienungs- und Fahrhinweise für Elektrofahrzeugen vermittelt. Als Nachschlagewerk hat jeder Teilnehmer einen 40-seitigen Leitfaden zur Elektromobilität erhalten, der speziell für Fahrschulen durch die Projektpartner entwickelt wurde. Die Fahrschülerinnen und Fahrschüler konnten in der praktischen Fahrausbildung auf einem Peugeot iOn die Elektromobilität direkt erleben und so Unterschiede zum konventionellen Fahrschulwagen erfahren.
Der Betrieb der Elektrofahrzeuge mit Eigenstrom konterkariert die höheren Investitionskosten für das Fahrzeug und die Zusatzkosten für die energieerzeugenden Systeme durch verminderte Betriebskosten und erleichtert die Finanzierung. Gelingt auch die betriebliche Einbindung elektrischer Mobilität durch die Gestaltung der logistischen Abläufe und Steuerung der Lastgänge, ist das Ergebnis ein exemplarisches Geschäftsmodell. Die Untersuchungen lieferten nicht nur wichtige Aussagen für weitere Betriebe und Fahrschulen, sie sind auch wichtig für die Entstehung einer KWK- und EE-basierten dezentralen Netzstruktur.
Das Projekt erregte großes Interesse in den lokalen Printmedien und im TV (WDR, RTL) und wurde zudem auf dem 2. und 3. Kompetenztreffen Elektromobilität in Essen (2013 und 2014) sowie der Smart Energy Conference (2014) in Dortmund dem Fachpublikum präsentiert.
Das Projekt endete im November 2014.
Download: Sachbericht Projekt eDrivingSchool (PDF, 5,2 MB)
Link: Befragung der Fahrschüler (PDF, Hochschule Bochum)
Berechnung des TCO
Die Gesamtkonzeption für die betriebswirtschaftliche Auswertung berücksichtigt den vollständigen Kostenrahmen, i.e.
- Energiepreise, Vergütungen für Stromeinspeisungen und vermiedene Netzbelastung beiKWK-
- Strom, EE-Förderung bei PV, kommende Entwicklungen der Förderpolitik,
- Steuern, Versicherung, Wartung und Instandsetzung der Fahrzeuge und zusätzlichen
- technischen Gebäudeausrüstung,
- Kaufpreis, Wiederverkaufspreis und Austauschzyklen der Fahrzeuge.
Entwickelt werden Einstiegsszenarien für kurz- und mittelfristige betriebliche Investitionen. Durch eine Sensitivitätsanalyse zur Abschätzung der Auswirkungen von veränderten Randbedingungen (Strompreisentwicklung, Fördermöglichkeit, Batteriepreis, Fahrzeugpreis) wird der Wechsel des Betreibers zur Elektromobilität kalkulierbar.
Download: TCO verschiedener Szenarien [PDF]
Download: [...] [PDF]
Projektverantwortlicher
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