Dipl.-Ing. Sven Doman; Dipl.-Ing. Gernot Göttfert
Thema:
Erstellen eines Pflichtenheftes im Rahmen eines Fuhrparkmanagements in einem kommunalen Entsorgungsunternehmen
Fachgebiet: Entsorgungslogistik
Abschluss: 03/1996
Ausgangssituation:
Mit der Trennung des Abfalls durch den Verbraucher in Fraktionen wie Glas, Papier, Leichtverpackungen, Elektronikschrott, kompostierbare Stoffe, Restmüll etc. haben die Kommunen bzw. die entsorgungspflichtigen Körperschaften in den vergangenen Jahren das Angebot an abfallwirtschaftlichen Leistungen erheblich erweitert. Weiterhin haben sich mit diesem gesteigertem Angebot auch die logistischen Aufgaben vervielfacht. Durch die Trennung des Abfalls sind neue Stoffströme entstanden, die wiederum zu einer Anzahl der Sammelstellen und der durchzuführenden Transporte geführt haben.
Daraus wird ersichtlich, daß neue Anforderungen in Bezug auf Organisation und Logistiksysteme an ein Entsorgungsunternehmen gestellt werden müssen. Dem gesteigerten Arbeitsumfang bei Sammlung, Transport und Umschlag müssen eine effiziente Einsatzplanung und straff organisierte Arbeitsabläufe einer optimalen Dienstleistung gegenüberstehen.
Aufgabenstellung:
In einer Zeit, in der Dynamik und Flexibilität im Wirtschafts- und Arbeitsleben steigenden Anforderungen unterliegen, muß die Unternehmensstruktur diesen Anforderungen genügen und fähig sein, auf sich ständig veränderten Marktsituationen zu reagieren. So ist es für ein Unternehmen notwendig, betriebliche Strukturen und Prozesse ständig zu verbessern und die Organisation auf eine bestmögliche Ausschöpfung der Ressourcen einzustellen.
Anhand eines Entsorgungsunternehmens sollten theoretische Grundlagen und deren praktische Umsetzung im Rahmen eines Fuhrparkmanagements, sowohl auf der verwaltungstechnischen als auch auf der operativen Ebene dargestellt werden.
Ziel dieser Arbeit war es, ein Konzept zu entwickeln, mit dem die Organisationsstrukturen und die Arbeitsabläufe des Entsorgungsunternehmens effizienter gestaltet werden können. Dabei wurde in einer umfangreichen Istaufnahme vor allem auf die Informationserfassung und -verarbeitung in den verschiedenen Bereichen des Unternehmens geachtet. Mit der Darstellung des Istzustandes gelang es, in weiten Bereichen der Sachgebiete des Unternehmens die Arbeitsabläufe und Informationsflüsse zu erfassen und zu veranschaulichen.
In einer anschließenden kritischen Analyse des Istzustandes wurden die Stärken und Schwächen des Informationssystems und der Arbeitsabläufe in einer Schwachstellenanalyse zusammengefaßt. Mit dem Extrakt der Istaufnahme wurde das Sollkonzept zur Entwicklung eines neuen Systems erarbeitet. Abschließend wurden die bei der Durchführung der Istaufnahme und der Sollkonzeption erarbeiteten Ergebnisse in einem Pflichtenheft dargestellt. Mit diesem Pflichtenheft hat das Unternehmen eine Vorlage dessen, was zur Umsetzung des Konzepts benötigt wird.



