Studieren in Recklinghausen

Recklinghausen, an der Grenze zwischen dem nördlichen Ruhrgebiet und dem Münsterland gelegen, hat nicht nur seinen circa 119.000 Einwohnern viel zu bieten, sondern auch den Studierenden.

Bereits 1236 mit Stadtrechten ausgestattet ist die Kreisstadt heute ein Zentrum für Handel und Dienstleistung, Kultur und Bildung in der Emscher-Lippe-Region mit guten Verkehrsanbindungen. Mit ihrer Altstadt und dem Wallring, der dem Verlauf der Stadtmauer folgt, spiegelt Recklinghausen noch heute mittelalterliche Siedlungsstrukturen wider und ist gleichzeitig Mittelpunkt des urbanen Lebens im Kreis Recklinghausen.

Den besonderen kulturellen Höhepunkt bilden die jährlichen Ruhrfestspiele mit ihren zahlreichen Gastspielen hochrangiger Bühnen des In- und Auslands. Große Besucherströme, auch von weit über die Stadtgrenzen hinaus, kommen zur Eröffnung der Ruhrfestspiele am 1. Mai. Auch das berühmte „FRiNGE Festival“ ist jedes Jahr mit dabei und bietet schräge, schrille, überraschende und innovative Kunst.

Zu einem Besuchermagneten hat sich die Veranstaltung „Recklinghausen leuchtet“ entwickelt, die seit 2006 jedes Jahr im Herbst stattfindet. Viele hundert Scheinwerfer beleuchten dann für zwei Wochen historische Gebäude, alte Kirchen sowie zentrale Objekte der Altstadt und lassen Recklinghausen in einem besonderen Licht erscheinen. Im April findet in Recklinghausen auf dem Saatbruchgelände die größte Frühjahrskirmes in NRW statt – die Palmkirmes ist ein Höhepunkt und ein fester Bestandteil im Kalender der Stadt. Zahlreiche Veranstaltungen wie das Gastronomie-Fest „Zu Gast in Recklinghausen“, das Hafenfest, das Marktplatzspringen, der Rosenmontagszug oder der Weihnachtsmarkt sowie viele weitere kleine Feste  machen Recklinghausen an vielen Tagen im Jahr zum Zentrum des Vests.

Die gemütliche Atmosphäre in der Altstadt, der „guten Stube“, lädt zum Einkaufen, zum Bummeln und zum Verweilen ein. Die Altstadt mit ihren fünf sich verbindenden Vierteln „Zwei Tore Viertel“, „Palais Vest“, „Markt“, „Krim“ und das „West Quartier“ bietet viele schöne Geschäfte und vielfältige Gastronomie-Angebote. Kulturelle Programmpunkte wie in der Altstadtschmiede finden dort regelmäßig statt. Und seit 2014 führt ein neues Fußgängerleit- und Informationssystem die Besucher durch die Altstadt und weist auf historische Baudenkmäler, wichtige Orte und zentrale Plätze hin.

Und auch außerhalb der „guten Stube“ gibt es viele tolle Angebote. Zum Beispiel laden vier Museen in Recklinghausen mit ihren Dauer- und wechselnden Sonderausstellungen ein: das Ikonen-Museum mit der bedeutendsten Sammlung außerhalb der orthodoxen Länder, die Kunsthalle mit Werken der modernen bildenden Künste, das Institut für Stadtgeschichte mit Dokumenten und Exponaten zur Geschichte von Stadt und Vest Recklinghausen, schließlich das Museum „Strom & Leben“ im ehemaligen Umspannwerk zum Thema Elektrizität in der Geschichte der Alltagskultur.

Die Musikschule, die Stadtbücherei, aber auch viele Grünflächen und Sportplätze, die Hallen- und Freibäder, der Tierpark, und nicht zuletzt die Route der Industriekultur zur Halde Hoheward mit dem Horizontobservatorium und einem Rundumblick übers Revier runden das vielseitige Angebot von Recklinghausen ab.

Die Stadt Recklinghausen ist zugleich Zentrum des gleichnamigen Kreises. Der Slogan "10 Städte machen Zukunft" ist Programm für praktizierte Partnerschaft zwischen den Städten Recklinghausen, Waltrop, Marl, Oer-Erkenschwick, Castrop-Rauxel, Datteln, Dorsten, Gladbeck, Haltern und Herten. Gemeinsam formulierte Ziele in Zeiten des Strukturwandels, aber auch die individuelle Entwicklung der Stärken der einzelnen Kommunen machen das Erfolgsrezept des mit 660.000 Einwohnern bevölkerungsreichsten Kreises in Deutschland aus. Angesichts dieser Tatsache ist es fast schon überraschend, dass der Kreis Recklinghausen der waldreichste im Regierungsbezirk Münster ist. Nachdem sich der Bergbau auch im nördlichen Ruhrgebiet immer mehr zurückzieht, gehören heute Chemie, Energie, Umweltschutz, Dienstleistungen und der Mittelstand zum wirtschaftlichen Fundament des Kreises Recklinghausen.

 

© Der Präsident der Westfälischen Hochschule
Stand: Wintersemester 2014/2015