Hinweise zum Thema Corona-Virus

Seit Dezember 2019 sind in der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus aufgetreten. Die Fallzahlen sind schnell gestiegen und auch zahlreiche Todesfälle zu beklagen. Inzwischen sind auch hohe Infektionszahlen in Europa und Deutschland zu verzeichnen. Wir müssen alle unseren Beitrag dazu leisten, die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen. Zum Schutz unserer Mitglieder hat das Präsidium der Westfälischen Hochschule daher bislang folgende Maßnahmen ergriffen. Die Entscheidungslage wird im Folgenden regelmäßig fortgeschrieben:

Dienstreisen und Auslandsaufenthalte

  • Das Präsidium empfiehlt den Mitgliedern der Hochschule dringend, derzeit von Reisen in gefährdete Länder bzw. Regionen abzusehen. Der Austausch mit Kooperationspartnern sollte über andere Kommunikationsmittel wie Telefon-, Video- oder Webkonferenzen erfolgen.
  • Dienstreisen in Länder, bei denen eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorliegt, werden nicht genehmigt. Bereits genehmigte Dienstreisen in Länder, bei denen eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bei Dienstreiseantritt vorliegt, dürfen nicht mehr angetreten werden. Bitte informieren Sie sich unbedingt auch unmittelbar vor Reisebeginn auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes. Dienstreisende, die sich in einem Land befinden, für das eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ausgesprochen wird, werden gebeten, die Dienstreise abzubrechen. 
    Etwaige Stornierungskosten etc. werden durch die Hochschule zentral übernommen.
  • Studierenden, die beabsichtigen einen Auslandsaufenthalt im Zusammenhang mit dem Studium in Ländern aufzunehmen, bei denen eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorliegt, wird hiervon abgeraten. Studierende, die sich derzeit in einem Land aufhalten, für das eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorliegt, werden gebeten, Kontakt mit dem International Office der Westfälischen Hochschule aufzunehmen. 
  • Das Präsidium empfiehlt den Hochschulmitgliedern allgemein, die Informationen des Auswärtigen Amtes und des Robert-Koch-Instituts zur möglichen Ausbreitung des Virus aufmerksam zu verfolgen sowie geplante Reisen nur nach reiflicher Überlegung anzutreten.
  • Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gem. Robert Koch Institut, gilt für den Zeitraum von 14 Tagen ein Betretungsverbot der Hochschule. In diesem Zeitraum ist die Tätigkeit im Rahmen von Home-Office wahrzunehmen. Bitte informieren Sie in diesem Fall Ihre/n jeweilige/n Vorgesetzte/n und das Personaldezernat.

Umgang mit Veranstaltungen

Unabhängig von der Fragestellung zum Lehrbetrieb finden in den Räumlichkeiten unserer Hochschule zunächst bis Ende April keine Veranstaltungen statt. Betroffen hiervon sind insbesondere alle Informationsveranstaltungen, Fachtagungen, Feste, kulturellen Veranstaltungen sowie Veranstaltungen Dritter aber auch nicht unbedingt notwendige Besprechungen.

Lehr- und Prüfungsbetrieb

  • Aufgrund der Entscheidung der Landesregierung haben wir den Beginn der Vorlesungszeiten auf den 20.04.2020 verschoben. Die Prüfungsphase findet nicht in dem bislang geplanten Zeitraum statt, sondern beginnt nach derzeitigem Stand am 20.04.2020.
  • Laborarbeiten von Studierenden, die Ergebnisse für ihre Bachelor- oder Master-Arbeiten benötigen, dürfen weitergeführt werden. Dabei sollte allerdings eine Beschränkung der Anwesenheit auf das Nötigste erfolgen. Es darf keine Einschränkung bei der Arbeitssicherheit geben.
  • Das Lernen von Studierenden in der Hochschule kann leider nicht wie bisher auf den dafür vorgesehenen Flächen ermöglicht werden. Hier bitten wir um Verständnis.
  • Die Bibliotheken an den Standorten werden ab sofort für den Publikumsverkehr geschlossen. Wir bitten, auf die Verwendung elektronischer Medien zurückzugreifen. Gebühren, die aufgrund der Bibliotheksschließungen entstehen würden, werden nicht erhoben.
  • Alle anderen Organisationseinheiten und Serviceeinrichtungen sind wie gewohnt erreichbar. Wir bitten aber, Interaktionen möglichst per Telefon oder Mail vorzunehmen.
  • Der Forschungsbereich ist derzeit nicht betroffen. Wir bitten angesichts möglicher weiterer Maßnahmen Vorkehrungen zu treffen, wie beispielsweise Verzicht auf Langzeitversuche, Organisation von Wartungen, Organisation von Drittmittelprojekten etc.

Personalangelegenheiten und Funktionssicherung in der Hochschule

  • Alle Beschäftigten mit einer Aufsichtspflicht für Kinder, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder aus sonstigen Gründen aufsichtsbedürftig sind, haben die Möglichkeit, im Rahmen von Home-Office zu Hause zu arbeiten, damit die Aufsichtspflicht wahrgenommen bzw. in adäquater Weise organisiert werden kann. Eine Verschiebung von Arbeitsstunden auf Zeiten, in denen eine andere Person auf die Kinder aufpassen kann, ist ebenfalls möglich. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von dieser Regelung Gebrauch machen möchten, müssen ihre jeweiligen Vorgesetzten und das Dezernat Personalservice hierüber per Mail in Kenntnis setzen. In diesem Rahmen werden die jeweiligen Vorgesetzten und die Beschäftigten gebeten, einzelfallbezogene Regelungen zu treffen und eine kontinuierliche Erreichbarkeit sicherzustellen.
  • Um den Betrieb der Serviceeinrichtungen der Hochschulverwaltung und des ZIM angesichts potenzieller wechselseitiger Infektionsgefahren möglichst aufrechtzuerhalten, werden diese zunächst bis zum 19.04.2020 einen arbeitstäglich wechselnden Schichtbetrieb einführen, d.h. jede Mitarbeiterin und Mitarbeiter wird ihren Dienst in enger Abstimmung mit den jeweiligen Vorgesetzen abwechselnd einen Tag vor Ort und einen im Rahmen von Home-Office versehen. Die Regelungen der gleitenden Arbeitszeit werden für betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung (ZIM, Dezernate, Stabstelle Justiziariat) für diesen Zeitraum ausgesetzt, so dass automatisch die tägliche Regelarbeitszeit angesetzt wird. Insofern bitten wir um Verständnis, dass es zu kürzeren Öffnungszeiten bzw. verlängerten Bearbeitungszeiten absehbar kommen wird. Da möglicherweise Bearbeitungsengpässe entstehen können, bitten wir sehr schnell alle absehbaren Terminangelegenheiten (Berichtspflichten bei Drittmittelprojekten, Anträge für Personalmaßnahmen etc.) auf den Dienstweg zu bringen. Ebenso wird gebeten, soweit es geht auf persönlichen Kontakt zu verzichten und Anliegen bspw. telefonisch oder per E-Mail abzustimmen.
  • Unabhängig von den Regelungen für die Hochschulverwaltung und das ZIM können die jeweiligen Fachvorgesetzten in allen Organisationseinheiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Technik und Verwaltung bis zum 19.04.2020 die Möglichkeit geben, Arbeiten im Rahmen der dienstlichen Notwendigkeiten auch außerhalb der Hochschule im Home-Office zu erledigen. Maßgabe ist hierbei, dass eine angemessene Präsenz vor Ort im Rahmen von Ansprechzeiten gewahrt bleiben und die jeweilige Funktionsfähigkeit in der Organisationseinheit nicht eingeschränkt wird. Die jeweiligen Fachvorgesetzten werden gebeten, im Falle einer Gewährung dies dem Personaldezernat mitzuteilen. Die Regelungen der gleitenden Arbeitszeit werden für betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung in allen Organisationseinheiten für diesen Zeitraum ausgesetzt, so dass automatisch die tägliche Regelarbeitszeit angesetzt wird.
  • Gemäß bestehender Dienstvereinbarung können wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Arbeiten auch vorübergehend außerhalb der Hochschule im Home-Office erledigen. Erforderlich hierfür ist eine Abstimmung mit den jeweiligen Fachvorgesetzten. Es wird gebeten, diese Möglichkeit im angemessenen Umfang zu nutzen.
  • Ab sofort und zunächst bis zum 19.04.2020 kann von den jeweiligen Fachvorgesetzten allen Auszubildenden der Hochschule ebenfalls die Möglichkeit eingeräumt werden, Arbeiten vorübergehend außerhalb der Hochschule im Home-Office zu erledigen.

Reinigung und Hygiene

  • Ein angemessener Abstand zu anderen Personen und Handhygiene sind besonders wirksame Präventionsmaßnahmen gegen eine Infektion. Achten Sie bitte dabei darauf, dass Sie Ihre Hände regelmäßig gründlich mit Seife waschen.
  • In Ergänzung zum Händewaschen werden wir in besonderen Bereichen mit regelmäßigem Publikumsverkehr im Normalbetrieb den Beschäftigten der Westfälischen Hochschule Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen. Diese sind nach derzeitiger Festlegung: Bibliotheken, Prüfungsämter, Dekanate, Poststelle, Druckerei, Studierendensekretariat, International Office und Zentrale Studienberatung. Zu diesem Zweck werden Desinfektionsmittelflaschen vom Dezernat IV bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. Diese Flaschen werden im Verbrauchsfall wiederverwendet und nachgefüllt. Aufgrund der erheblichen Lieferengpässe für Desinfektionsmittel (auch für medizinische und pflegende Einrichtungen) bitten wir alle Bedarfsstellen, um einen verantwortungsbewussten Umgang, sowohl mit dem Mittel als auch den Behältnissen. Die Erstverteilung wird durch den hauswirtschaftlichen Dienst des jeweiligen Standorts im Laufe dieser Woche erfolgen. Bei Bedarf können die Flaschen bei den Pforten nachgefüllt werden. Wir weisen jetzt schon darauf hin, dass Versorgungsengpässe entstehen können.
  • Unsere Reinigungsdienstleister wurden angewiesen, verstärkt häufig angefasste Oberflächen (Klinken, Handläufe, Oberflächen in Mensa und Cafeteria etc.) zu reinigen. Ferner wird der Handseifen- und Papiertücherbestand auf Toilettenanlagen tagsüber durchgehend kontrolliert und nachgefüllt. 

In Rücksprache mit unserem betriebsärztlichen Dienst weist das Dez IV.3 auf Folgendes hin: 

Es sind grundsätzlich und eigenverantwortlich die bekannten Regeln der Handhygiene sowie eine angemessene Husten- und Nies-Etikette zu beachten. Auch das Abstandhalten zu erkrankten Personen (1-2 m) ist sinnvoll. 

Das Robert-Koch-Institut weist auf folgende Grundregeln zum Thema Handhygiene hin: 

  1. Nass machen: Die Hände werden unter fließendes Wasser gehalten. Die Temperatur kann dabei so gewählt werden, dass sie angenehm ist. 
  2. Rundum einseifen: Handinnenflächen, Handrücken, Daumen, Fingerzwischenräume und Fingerspitzen sollten gründlich eingeseift werden. 
  3. Zeit lassen: Gründliches Händewaschen dauert mindestens 20 Sekunden, bei stark verschmutzten Händen auch länger. 
  4. Gründlich abspülen: Die Hände sollten unter fließendem Wasser abgespült werden. 
  5. Sorgfältig abtrocknen: Das Abtrocknen der Hände – auch der Fingerzwischenräume – gehört zum wirksamen Händewaschen dazu. Durch das Abtrocknen werden Keime entfernt, die noch an den Händen oder im restlichen Wasser an den Händen haften.

Beachten Sie diesbezüglich auch die grafischen Infektionsschutzhinweise auf unseren Toiletten. 

Diese Prozedur sollte regelmäßig und insbesondere nach Körperkontakt, Kontakt mit erkrankten Personen und nach dem Niesen, Schnäuzen oder Husten durchgeführt werden. Niesen und husten Sie in Ihre Armbeuge. Achten Sie ferner darauf, sich nicht ins Gesicht zu fassen oder Schleimhäute zu berühren. Man geht grundsätzlich davon aus, dass das Coronavirus sich über Tröpfchen verbreitet. 

Bei Einhaltung der genannten Grundregeln ist es nicht nötig, eine zusätzliche und ständige Händedesinfektion durchzuführen. Außerdem gibt es keine hinreichende Evidenz dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, signifikant verringert.

Sollten Sie grippeähnliche Symptome verspüren, handeln Sie verantwortungsbewusst und meiden Menschenansammlungen. Sie sollten sich zeitnah Ihrem Hausarzt vorstellen (nach vorheriger telefonischer Schilderung Ihrer Symptome). 

Beachten Sie auch folgende Hinweise unserer Betriebsärztin (Login erforderlich)

Verhalten bei Krankheitsgefühl

  • Bei allem, was Sie tun, ist uns wichtig, die angezeigte Besonnenheit zu wahren und sich verantwortungsbewusst zu verhalten. Bitte zögern Sie nicht, sich bei Verspüren eines (beispielsweise grippeähnlichen) Krankheitssymptoms an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt zu wenden, um sich und Andere vor möglichen Erkrankungen zu schützen.
  • Sollten Sie das Gefühl haben, zu einer besonderen Risikogruppe zu gehören, besprechen Sie sich bitte mit Ihrem Arzt.

Ansprechpartner

An der Westfälischen Hochschule stehen Ihnen für Fragen rund um Ihren Auslandsaufenthalt und weitere Fragen folgende Kontaktstellen zur Beratung zur Verfügung:

Bei Fragen zu Dienstreisen in die betroffenen Gebiete bzw. Rückkehr aus diesen:

Sachgebiet III.3 Reisekosten, Hilfskräfte, Personalentwicklung und Gesundheitsförderung

Bei Fragen zum Auslandsaufenthalt für Studierende:

Sachgebiet II.3 International Office

Bei allgemeinen Fragen:

Sachgebiet IV.3 Arbeitssicherheit

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie auch hier: 

Aufgrund der dynamischen Entwicklung kann sich die Entscheidungslage auch kurzfristig verändern. Um schnell reagieren zu können, stehen wir u.a. an unseren Standorten in engem Kontakt zu den Gesundheitsbehörden.

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Der Präsident