Technologie-Transfer

Definition - Technologietransfer

Technologietransfer ist die Umsetzung und Vermarktung von Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung. Es handelt sich um die Anwendung von gesicherten Erkenntnissen ohne neuen Forschungsaufwand.

Beispiele:

  • Technologieberatung, -begutachtung
  • Erstellung von Standard-Software (siehe Lizenzvergabe)
  • Technische Unterstützung bei der Durchführung von Konstruktionsvorhaben
  • Untersuchungen, Messungen, Bestimmungen, Analysen und Materialuntersuchungen
  • Unternehmensberatung / Marktanalysen / Gutachten
  • Organisation von Seminaren/Schulungen/Workshops/Vorträge (siehe Weiterbildung)
  • Kongresse / Symposien

Technologietransfer wird an der Westfälischen Hochschule wie Drittmittel verwaltet.

Es handelt sich um eine wirtschaftliche Tätigkeit. Die Erfordernisse der Trennungsrechnung sind zu beachten.

Typische Kennzeichen

  • Anwendung gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse
  • kein neuer Forschungsaufwand
  • konkrete Aufgabenstellung
  • Abschluss eines Drittmittelvertrags
  • Zahlung einer vereinbarten Auftragssumme
  • Schutz- und Verwertungsrechte verbleiben nicht ausschließlich bei der Hochschule; die Rechte werden u.U. vollständig an den Auftraggeber übertragen.
  • Der Projektleiter erhält keine persönliche Vergütung (dies wäre  Nebentätigkeit).

Projektablauf

  1. Akquisition des Projekts
    Projektleiter tritt mit einer Projektidee an einen potentiellen Geldgeber heran oder Unternehmen sucht den Kontakt für eine geplante Aufgabe
  2. Definition der Projektaufgabe
  3. Kalkulation der Projektkosten (Im Menupunkt "Formulare" steht Ihnen ein Kalkulationsschema zur Verfügung. Im Menupunkt "Merkblätter und Broschüren" finden Sie Kalkulationsbasisdaten wie z.B. Personalkosten und Gemeinkostensätze.)
  4. Einigung über Vertragstext (Musterverträge sind im Dezernat I erhältlich. Änderungswünsche des Geldgebers sollten im Vorfeld mit Dezernat I oder dem Justitiariat abgestimmt werden)
  5. Vorlage des Drittmittelvertrags über Dezernat I zur Unterschrift durch die Hochschulleitung. Formular "Anmeldung eines Drittmittelprojekts" sowie Projektkalkulation bitte beifügen.
  6. Unterzeichnung des endgültigen Vertrags durch Projektleiter + Geldgeber + Hochschulleitung (über Dezernat I)
  7. Einrichtung eines Projektkontos durch Drittmittelsachbearbeiter, Dezernat I,
    bei Auftragssummen über 5.000 Euro (netto)  Anzeige im Präsidium
  8. inhaltliche Bearbeitung des Projekts durch Projektleiter
  9. Beschaffungen von Sachmitteln und Investitionen gemäß Beschaffungsrichtlinien  über den Zentralen Einkauf (Beschaffungsstelle Dez. I)
  10. Einstellung von zusätzlichen Personal über das Personal-Dezernat (Dez. III)
  11. Anfertigung und Versand der Rechnungen durch den Projektleiter gemäß Vertrag (Kopie an Dez. I zur Überwachung und Buchung des Zahlungseingangs)
  12. Änderungen des Vertrags, z.B. Projektlaufzeit, sind dem Dezernat I mitzuteilen.
  13. Nach Projektabschluss erfolgt durch das Dezernat I eine Prüfung/Nachkalkulation gemäß Trennungsrechnung und steuerliche Gewinnermittlung. Verfügbaren Reste werden auf ein Sammelkonto des Projektleiters für "Reste aus steuerpflichtigen Projekten" umgebucht.

Steuern

  • umsatzsteuerpflichtig (im Rahmen eines BgA)
    Es gilt der reguläre Umsatzsteuersatz:
    ab 01.01.2007: 19 %
    Vorsteuerabzug möglich.
  • ertragssteuerpflichtig

Hinweise und Besonderes:

  • Projektleiter schreibt  Rechnungen gemäß vertraglicher Vereinbarung.
  • Eine Kopie der Rechnung erhält das Dezernat I zur Bearbeitung des Geldeingangs.
  • Diese Drittmittelausgaben erscheinen in der Drittmittelstatistik und beeinflussen die Mittelzuweisung im Fachbereichsetat.
  • Trennungsrechnung beachten.
  • Es gelten die Beschaffungsrichtlinien der Westfälische Hochschule.
  • Die Restmittel werden in das nächste Haushaltsjahr übertragen.
  • Korruptionserlass beachten!
Redaktionell verantwortliche Person nach § 55, Abs. 2 RStV:
Susanne Kersten, 20.04.2017