Sponsoring

Definition - Sponsoring

Unter Sponsoring versteht man im Allgemeinen die Zuwendung von Finanzmitteln, Sach- und/oder Dienstleistungen durch Private (Sponsoren), mit der regelmäßig auch eigene (unternehmensbezogene) Ziele der Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit verfolgt werden.

Sponsoring wird an der Westfälischen Hochschule wie Drittmittel verwaltet.

Typische Kennzeichen

  • im eigenen Interesse des Sponsors
  • ggf. Gegenleistung des Gesponserten

Welche Arten des Sponsoring gibt es?

  • echtes Sponsoring:
    Der Gesponserte erbringt keinerlei Gegenleistung.
    Der Sponsor selbst kann seinerseits damit werben, wie und in welchem Umfang er die Westfälische Hochschule unterstützt. 
    Die Hochschule muss auf Sponsor hinweisen, allerdings nur passiv z.B. durch Abdruck des Namens und des Logos auf Plakaten, Broschüren und Internetseiten.
  • aktives Sponsoring:
    Der Gesponserte wirkt aktiv bei der Werbemaßnahme mit.
    Nach Auffassung der Finanzbehörden liegt eines solche Werbeleistung bereits vor, wenn durch einen Link auf das Logo des Sponsors zu dessen Internetseiten umgeschaltet werden kann. Ebenfalls als aktive Werbemaßnahme gilt eine Werbebeilage bei Hochschulschriften.

Um nicht unter Korruptionsverdacht zu fallen, sind folgende Leitlinien zu beachten:

  • Sponsoring muss für die Öffentlichkeit erkennbar sein.
  • Das Sponsoring darf Beschaffungsentscheidungen nicht beeinflussen.
  • Das Ansehen des Staates darf in der Öffentlichkeit keinen Schaden nehmen.
  • In Sponsoringverträgen sollen die Leistungen und Gegenleistungen genau benannt sein.
  • Ein Sponsoringvertrag darf nur mit Zustimmung der Hochschulleitung abgeschlossen werden.
  • Bei der Auswahl von Sponsoringpartnern ist die Chancengleichheit konkurrierender Sponsoren zu gewährleisten.
  • Sachleistungen sind nur zulässig, wenn das Tragen der Folgekosten sichergestellt ist.

Die Hochschule muss erhaltene Sponsorenleistungen veröffentlichen. Der Sponsor ist hierauf hinzuweisen und seine Zustimmung einzuholen. Falls die Veröffentlichung abgelehnt wird, kann ein Sponsoringvertrag nicht abgeschlossen werden.

Projektablauf

  1. Kontaktaufnahme zwischen Projektleiter und Sponsor
  2. Vor dem Abschluss einer geplanten Sponsoringmaßnahme ist die Hochschulleitung über das Dezernat I in jedem Fall rechtzeitig zu beteiligen.
    Formular "Anmeldung eines Drittmittelprojekts"
  3. Zulässige Sponsoringmaßnahmen sind durch eine Sponsorenvertrag oder durch eine Dokumentation der Sponsoringvereinbarung vollständig und abschließend aktenkundig zu machen. Hierbei ist auch die Zustimmung zur Veröffentlichung festzuhalten.

Steuern

Es kann keine Spendenbescheinigung ausgestellt werden.

Die Aufwendungen des Sponsors sind bei diesem Betriebsausgaben ("Werbung" oder "Öffentlichkeitsarbeit"), wenn das Sponsoring betrieblich veranlasst ist. Dies ist bereits dann gegeben, wenn der Sponsor nach außen - und damit öffentlichkeitswirksam - auf die Förderung der Hochschule hinweist (siehe Sponsoringerlass).

Echtes Sponsoring ist für die Hochschule steuerlich nicht relevant, da der hoheitliche Bereich der Hochschule gefördert wird.

  • Es fällt keine Umsatzsteuer an.
  • Kein Vorsteuerabzug möglich.
  • Keine Ertragssteuer.

Aktives Sponsoring (Werbung) dagegen ist eine grundsätzlich wirtschaftliche Tätigkeit der Hochschule, die steuerbar ist.

  • umsatzsteuerpflichtig (im Rahmen eines BgA)
    Es gilt der reguläre Umsatzsteuersatz:
    ab 01.01.2007: 19 %
    Vorsteuerabzug möglich.
  • ertragssteuerfrei

Hinweise und Besonderes:

  • Diese Drittmittelausgaben erscheinen in der Drittmittelstatistik und beeinflussen die Mittelzuweisung im Fachbereichsetat.
  • kein Nutzungsentgelt
  • Es gelten die Beschaffungsrichtlinien der Westfälischen Hochschule.
  • Die Restmittel werde in das nächste Haushaltsjahr übertragen.
  • Korruptionserlass beachten!
Redaktionell verantwortliche Person nach § 55, Abs. 2 RStV:
Susanne Kersten, 20.04.2017