Auftragsforschung

Definition - Auftragsforschung

Auftragsforschung umfasst die Forschungstätigkeit für Dritte gegen Entgelt.

Wenn es sich um einen öffentlichen Auftraggeber handelt, spricht man von Ressortforschung.

Auftragsforschung wird an der Westfälischen Hochschule als Drittmittel verwaltet.

Es handelt sich um eine wirtschaftliche Tätigkeit. Die Erfordernisse der Trennungsrechnung sind zu beachten.

Typische Kennzeichen

  • konkretes Forschungsziel
  • Grundlagenforschung, d.h. nicht nur lediglich Anwendung gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse
  • Zahlung einer vereinbarten Auftragssumme
  • Abschluss eines Forschungs- und Entwicklungsvertrags / Drittmittelvertrags
  • Schutz- und Verwertungsrechte verbleiben nicht ausschließlich bei der Hochschule; die Rechte werden u.U. vollständig an den Auftraggeber übertragen
  • Der Projektleiter erhält keine persönliche Vergütung (dies wäre  Nebentätigkeit).

Projektablauf

  1. Akquisition des Projekts
    Projektleiter tritt mit einer Projektidee an einen potentiellen Geldgeber heran  oder Unternehmen sucht den Kontakt für eine geplante Aufgabe
  2. Definiton der Projektaufgabe
  3. Kalkulation der Projektkosten (Im Menupunkt "Formulare" steht Ihnen ein Kalkulationsschema zur Verfügung. Im Menupunkt "Merkblätter und Broschüren" finden Sie Kalkulationsbasisdaten wie z.B. Personalkosten und Gemeinkostensätze.)
  4. Einigung über Vertragstext (Musterverträge und Informationen zu Drittmittelverträgen sind im Dezernat I erhältlich. Änderungswünsche des Geldgebers sollten im Vorfeld mit Dezernat I oder dem Justitiariat abgestimmt werden)
  5. Vorlage des Drittmittelvertrags über Dezernat I zur Unterschrift durch die Hochschulleitung. Gleichzeitig ist das Drittmittelprojekt dem Präsidium anzuzeigen (Formular "Anmeldung eines Drittmittelprojekts" inkl. Projektkalkulation bitte beifügen. Weitere Informationen zur Anmeldung eines Drittmittelprojektes.
  6. Unterzeichnung des endgültigen Vertrags durch Projektleiter + Geldgeber + Hochschulleitung (über Dezernat I)
  7. Einrichtung eines Projektkontos durch Drittmittelsachbearbeiter, Dezernat I,
    bei Auftragssummen über 5.000 Euro (netto)  Anzeige im Präsidium
  8. inhaltliche Bearbeitung des Projekts durch Projektleiter
  9. Beschaffungen von Sachmitteln und Investitionen gemäß Beschaffungsrichtlinien  über den Zentralen Einkauf (Beschaffungsstelle Dez. I)
  10. Einstellung von zusätzlichen Personal über das Personal-Dezernat (Dez. III)
  11. Anfertigung und Versand der Rechnungen durch den Projektleiter gemäß Vertrag. Kopie an Dez. I zur Überwachung und Buchung des Zahlungseingangs. (Musterrechnung und Informationen zur Rechnungsstellung)
  12. Änderungen des Vertrags, z.B. Projektlaufzeit, sind dem Dezernat I mitzuteilen.
  13. Nach Projektabschluss erfolgt durch das Dezernat I eine Prüfung/Nachkalkulation gemäß Trennungsrechnung und steuerliche Gewinnermittlung. Verfügbaren Reste werden auf ein Sammelkonto des Projektleiters für "Reste aus steuerpflichtigen Projekten" umgebucht.

Steuern

  • umsatzsteuerpflichtig (im Rahmen eines BgA)
    Es gilt der reguläre Umsatzsteuersatz:
    ab 01.01.2007: 19 %
    Vorsteuerabzug möglich.
  • ertragssteuerfrei

Hinweise und Besonderes

  • Projektleiter schreibt  Rechnungen gemäß vertraglicher Vereinbarung.
  • Eine Kopie der Rechnung erhält das Dezernat I zur Bearbeitung des Geldeingangs.
  • Diese Drittmittelausgaben erscheinen in der Drittmittelstatistik und beeinflussen die Mittelzuweisung im Fachbereichsetat.
  • Trennungsrechnung beachten.
  • Es gelten die Beschaffungsrichtlinien der Westfälische Hochschule.
  • Die Restmittel werden in das nächste Haushaltsjahr übertragen.
  • Korruptionserlass beachten!
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Susanne Kersten, 20.04.2017