Bachelor Informatik

Studienrichtung Technische Informatik

Was haben ein Roboter, eine Waschmaschine, ein Auto und eine Ampel gemeinsam? Auf den ersten Blick gar nichts. Doch, sie werden alle von Computern gesteuert, genauer gesagt von Chips, also eingebetteten Mikrocomputern. Dabei ist es wichtig, dass die Software auf den Chips und die Funktionen des Fahrzeugs oder der Maschine synchron laufen. Beispielsweise muss ein Auto-Airbag genau zum richtigen Zeitpunkt aufgehen.

Mit der Entwicklung der dafür benötigten "eingebetteten Software" beschäftigt sich die Studienrichtung Technische Informatik. Sie kombiniert Informatik mit vielfältigen technischen Anwendungen, die immer mehr Unternehmen benötigen, um ihre Geräte, Maschinen, Anlagen und Systeme zu steuern und zu regeln. Feinarbeit ist gefragt, wenn es um die Steuerung und Regelung von Robotern geht. Auch das ist Teil der Studienrichtung Technische Informatik.

Berufsbilder

Ihr zukünftiger Arbeitsplatz an der Schnittstelle zwischen Informatik und Technik könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Sie arbeiten vielleicht bei einem Hersteller oder Anwender von Geräten der Automatisierungstechnik und sind dort zuständig für die Entwicklung und Programmierung von Steuerungs- und Regelungsmikrocomputern.
  • Sie arbeiten vielleicht bei einem Hersteller von Steuergeräten für Autos und entwickeln dort die Software für das neue Fahrzeug mit Hybridantrieb.
  • Sie entwickeln Messsysteme auf Basis digitaler Bildverarbeitung, damit sich autonome Roboter in einem Raum zurechtfinden.

Aufbau des Studiums

Am Fachbereich Informatik und Kommunikation bekommen Sie eine solide Informatik-Grundausbildung (siehe Bachelor Informatik), die Sie ganz allgemein befähigt, komplexe Anwendungssysteme zu entwickeln.

Ab dem vierten Semester, wird Ihnen in der Studienrichtung Technische Informatik zusätzlich umfassendes Wissen der Gebiete Echtzeit und Robotik vermittelt.

Über drei Pflichtfächer lernen Sie die wichtigsten Grundlagen von

  • Echtzeitsystemen (Rechnerarchitektur, Echtzeitbetriebssysteme)
  • Robotik (Industrierobotik, Manipulatortechnik)
  • und Bildverarbeitung (Mustererkennung)

Über fünf Wahlfächer können Sie Ihr Wissen dann entsprechend Ihrer eigenen persönlichen Interessen in den oben genannten aber auch in weiteren Gebieten vertiefen:

  • Eingebettete Systeme
  • Digitale Signalverarbeitung
  • Mobile Roboter
  • Mikrosystemtechnik
  • Medientechnik
  • IT-Sicherheit
  • BWL, IT-Recht

Den aktuellen Katalog der Wahlfächer finden Sie in Ihrer Prüfungsordnung.