Digitale Signalverarbeitung (auslaufend)

Die Digitalisierung und somit auch die Verarbeitung digitaler
Signale ist durch Entwicklungen in der Mikroelektronik und
Fortschritten in der Mikrorechnertechnik nicht mehr aus der
heutigen Welt weg zu denken.

Die Digitale Signalverarbeitung arbeitet mit zeitdiskreten
Messproben physikalischer Signale. 

Wesentliche Vorteile zeitdiskreter gegenüber zeitkontinuierlichen
Systemen sind, z.B. eine exakte Reproduzierbarkeit, also eine
verlustfreie Anfertigung von Kopien.

Digitale Systeme erlauben zudem Problemlösungen hoher
Komplexität, bei beliebig niedriger Frequenz und einer hohen
Langzeitkonstanz. Ein Nachjustieren, wie bei analogen Systemen,
ist nicht notwendig.

Im Informationszeitalter steigt die Anforderung an die von
Systemen zu verarbeitenden Datenraten stetig. 

Echtzeitanforderungen machen spezielle Architekturen/Hardware
notwendig.

Im Gegensatz zu Mikroprozessoren besitzen
Digitale Signalprozessoren (DSP) speziell auf die
Datenverarbeitung zugeschnittene Architekturen.
DSPs findet man heute in vielen Systemen der
digitalen Signalverarbeitung:

Consumerbereich:
  Digitales Fernsehen, DVD, Videokonferenzen und -verarbeitung,
  Satellitenkommunikation, Drahtlose Telefone (Handies),
  Sprachverarbeitung und -erkennung

Nachrichtentechnik:
  Digitale Modulation, Digitale Filter

Spektralanalyse:
  FFT (Fast Fourier Transformation),
  DFT (Diskrete Fouriertransformation)

Bildverarbeitung:
  Bildcodierung, geometrische Bildmanipulation

Telekommunikation:
  Modems , Echokompensation, Abhörsichere Kommunikation

Regelungstechnik, Fertigungstechnik:
  Realisierung digitaler Regler

Einsatz als Coprozessor:
  Sound, Grafik etc.

Im Fachgebiet IC-Entwurf und digitale Signalverarbeitung werden
Kenntnisse der Technologie und des Entwurfs integrierter
Schaltungen (IC), digitaler Systeme und der Verarbeitung
numerisch abgetasteter Signale mittels digitaler Signalprozessoren
(DSP) vermittelt.